
Hürtgenwald/Herstal (dpa) – Neue Bilder aus der Luft zeigen, welches Ausmaß der Zerstörung die Waldbrände in Nordrhein-Westfalen und Belgien hinterlassen haben. Teilweise erscheinen riesige Waldflächen von oben schwarz und braun. Das Feuer im Hohen Venn in Belgien ist nach Angaben des Gouverneurs der Provinz Lüttich, Hervé Jamar, unter Kontrolle, aber noch nicht vollständig gelöscht. In den nächsten Tagen sei es weiterhin möglich, dass vereinzelt Brandherde wieder aufflammen, teilte er mit. Bei Bedarf könnte die Zahl der Einsatzkräfte erhöht werden.
Am Wochenende waren nach Behördenangaben etwa fünfzig Einsatzkräfte in dem Gebiet aktiv. Ihre Aufgabe bestehe hauptsächlich darin, das Gebiet zu überwachen und punktuell gegen verbleibende Brandherde vorzugehen, hieß es.
300 bis 400 Hektar im Hürtgenwald betroffen
Der inzwischen gelöschte Brand im Hürtgenwald in der Eifel war einer der größten in der Geschichte Nordrhein-Westfalens – Brandstiftung wurde als Ursache von der Polizei Düren nicht ausgeschlossen. Die Ermittlungen dauern an und liegen inzwischen in der Hand der Staatsanwaltschaft Aachen.
Am 13. August war es vormittags zunächst zu einem Brand im Bereich der Wehebachtalsperre gekommen und dann nachmittags zu einem weiteren Brand zwischen Großhau und Gey, zwei Ortsteilen von Hürtgenwald. Brandsachverständige seien hinzugezogen worden. Die Spurensuche gestalte sich aufgrund der weitläufigen Waldlage schwierig. Bisher seien über das eingerichtete Hinweisportal mehr als 200 Tipps eingegangen, wie die Polizei Düren mitteilte.
Nach Angaben des NRW-Landesbetriebes Wald und Holz verbrannte oder schädigte das Feuer eine Fläche von 300 bis 400 Hektar Wald.
