Scherff erhebt Vorwürfe gegen die AfD. (Archivbild)
Scherff erhebt Vorwürfe gegen die AfD. (Archivbild) Foto: Christoph Reichwein/dpa

Wuppertal (dpa/lnw) – Die AfD hat den Vorwurf von Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff (SPD) zurückgewiesen, AfD-Mitglieder hätten ihr Privathaus fotografiert. Beide Mitglieder hätten schriftlich versichert, das Wohnhaus der Oberbürgermeisterin nicht fotografiert zu haben, teilte der AfD-Kreissprecher mit.


Die AfD-Kommunalpolitiker der Bezirksvertretung seien vielmehr bei einer Ortsbegehung einer Anwohnerbeschwerde über die Park- und Baustellensituation in dem Bereich nachgegangen.

Dies habe eines der AfD-Mitglieder, nachdem es von Scherff angesprochen worden sei, ihr auch erklärt. Dennoch habe Scherff den Vorwurf der politischen Einschüchterung erhoben. Die AfD forderte Scherff auf, den Vorwurf zu widerrufen und sich öffentlich zu entschuldigen.

Vorwürfe via Instagram

Scherff hatte via Instagram gesagt: «Zwei AfD-Mitglieder haben mein Zuhause fotografiert.» Sie habe einen Hinweis auf den Vorgang erhalten, sei umhergefahren und habe die beiden «sofort erkannt». Die Oberbürgermeisterin hatte den Vorfall als Versuch gewertet, Menschen in ihrem privaten Umfeld unter Druck zu setzen.

Scherff hatte bereits im Juli von Hass und sexualisierten Beleidigungen im Netz berichtet und Screenshots der Posts gezeigt. Die Politikerin hatte dabei berichtet, dass jemand ihrer kleinen Tochter eine Vergewaltigung gewünscht habe. Die Morddrohungen, Beleidigungen und widerwärtigen Angriffe, denen Scherff und ihre Familie in der Vergangenheit ausgesetzt waren, verurteile man ohne jede Einschränkung, so die AfD.