Besonders beeindruckt war die Gruppe von den wunderschönen Fachwerkhäuser. Ein etwas anderer Stil als in der Langenberger Heimat. Foto: privat

Velbert: Der Bürgerverein Langenberg hat eine dreitägige Tour nach Limburg an der Lahn unternommen. Stationen waren unter anderem der Limburger Dom, die Wetzlaer Altstadt und die Drachenburg.


Noch in den frühen Morgenstunden ging der Bürgerverein Langenberg on Tour. Pünktlich um 8 Uhr waren alle 32 Teilnehmer im Bus und die dreitägige Reise nach Limburg an der Lahn konnte beginnen.

Nach knapp drei Stunden war das Ziel erreicht und die Gruppe begab sich angeführt von einem Stadtführer auf einen Rundgang durch die historische Altstadt, deren Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Besonders beeindruckt war die Gruppe von den wunderschönen Fachwerkhäuser. Ein etwas anderer Stil als in der Langenberger Heimat.

Hoch über der Lahn thront der Limburger Dom, eine farbenprächtige Kathedrale und eines der Wahrzeichen der Stadt. Auch der sogenannte Lahnmarmor, der wegen seiner Herkunft auch Nassauer Marmor genannt wird, begegnete der Gruppe beim Rundgang. Er entstand vor rund 380 Millionen Jahren. In dem besonderen Gestein sind teilweise noch Fossilien zu erkennen. Der Abbau des Nassauer Marmors begann im 16. Jahrhundert und wurde bis in die 1970er-Jahre betrieben. Das Material wurde weltweit für besondere und repräsentative Bauwerke verwendet.

Zur Mittagszeit ging es dann mit einem Schiff auf die Lahn. Bei einer gemütlichen Fahrt konnte die Gruppe die Landschaft vom Wasser aus genießen und die ersten Eindrücke des Tages auf sich wirken lassen.

Am nächsten Tag stand eine Lahntalrundfahrt auf dem Programm. Der erste Besuch galt Wetzlar: Auch hier gab es eine Führung durch die historische Altstadt. Wetzlar begeistert mit verwinkelten Gassen, schönen Plätzen und zahlreichen historischen Gebäuden. Prominenter Besucher war auch Johann Wolfgang von Goethe. Er kam 1772 nach Wetzlar, um dort seine juristische Ausbildung fortzusetzen. Sein Aufenthalt in Wetzlar hinterließ bleibende Spuren und wurde später literarisch von großer Bedeutung.

Anschließend machte die Gruppe einen Abstecher nach Diez. Diez ist ein staatlich anerkanntes Heilbad und besticht durch seine bezaubernde Altstadt. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören das Grafenschloss Diez und das Schloss Oranienstein, ein ehemaliger Stammsitz des niederländischen Königshauses.

Am Sonntag ging es für die Reisenden nach Königswinter. Mit der Bahn ging es hinauf zum Drachenfels. Leider meinte es das Wetter nicht gut mit den Langenbergern: Es regnete kräftig. Dafür stand eine Führung durch die Drachenburg auf dem Programm, bei der es viel über die Geschichte und die beeindruckende Architektur des Schlosses zu erfahren gab.

Die Drachenburg war denn auch die letzte Station auf der Tour. Gegen 18 Uhr war die Gruppe wieder zurück in der Heimat und konnte die vielen neuen Eindrücke nachwirken lassen.