Seit Wochen macht Niedrigwasser der Schifffahrt auf dem Rhein zu schaffen. (Archivfoto)
Seit Wochen macht Niedrigwasser der Schifffahrt auf dem Rhein zu schaffen. (Archivfoto) Foto: Federico Gambarini/dpa

Köln/Düsseldorf (dpa/lnw) – Das seit Wochen herrschende Niedrigwasser des Rheins steuert in Nordrhein-Westfalen auf Tiefstwerte zu. So unterschritt der Pegelstand in Düsseldorf am Samstagmittag mit – 3 Zentimetern den bisherigen Rekordwert aus August um zwei Zentimeter, wie aus den Daten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) hervorgeht. Es wird erwartet, dass der Wasserstand am Sonntag und Montag abermals fallen könnte.


In Köln sank der Pegelstand am Samstag auf den bisherigen Tiefstand von 45 Zentimetern. Weiter rheinaufwärts bei Duisburg-Ruhrort könnten den Daten zufolge am Sonntag Rekordwerte von 126 Zentimetern erreicht werden. Aktuell liegt der Pegelstand dort bei 130 Zentimetern, knapp über dem Rekord-Niedrigstand von 129 Zentimetern. Die Pegelstände des Rheins der verschiedenen Messstationen sind nicht direkt miteinander vergleichbar, da es keinen einheitlichen Nullpunkt für alle gibt.

Nachhaltige Entspannung der Lage nicht in Sicht

Bereits am Freitag hatte ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein (WSA) von einer weiterhin angespannten Lage berichtet. Das Niedrigwasser macht der Schifffahrt seit Monaten zu schaffen. Frachtschiffe können nur noch mit deutlich eingeschränkter Ladung fahren. «Die zur Verfügung stehende Fahrrinnentiefe bleibt eingeschränkt und reduziert sich durch die Entwicklung der Pegelstände somit weiter», sagte der WSA-Sprecher.

Nach Einschätzung der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) von Freitag ist eine nachhaltige Entspannung der Niedrigwassersituation aktuell weiterhin nicht in Sicht. Möglicherweise könnten für die erste Oktober-Woche angesagte Niederschläge vorübergehend etwas Entlastung bringen.