Noch nie war es an einem 30. September so heiß wie dieses Mal.
Noch nie war es an einem 30. September so heiß wie dieses Mal. Foto: Christoph Reichwein/dpa

Essen (dpa/lnw) – Nordrhein-Westfalen hat am letzten Septembertag noch einmal die 30-Grad-Marke überschritten. An der Messstation Lippstadt-Bökenförde wurden 30,9 Grad gemessen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Essen mitteilte. Nach Auswertung der Meteorologen ist das der späteste heiße Tag eines Jahres, der bislang in NRW registriert wurde. Als «heiß» gilt ein Tag mit einer Höchsttemperatur von mindestens 30 Grad.


Der aktuelle Rekordwert von fast 31 Grad am letzten Septembertag in Lippstadt bedeute «einen neuen Meilenstein», sagte DWD-Meteorologe Thomas Kesseler-Lauterkorn. «Der Wert passt ins Gesamtbild des extremen Sommerhalbjahres.» Für Oktober seien in NRW nun aber keine Temperaturen von 30 Grad und mehr zu erwarten.

2026 gab es in NRW so viele heiße Tage wie nie zuvor

In der Vergangenheit war der letzte heiße Tag eines Jahres an fünf Messstationen jeweils an einem 22. September festgestellt worden, mit dem bisherigen Höchstwert von 30,4 Grad in Werl am 22. September 2006.

Im Flächenmittel für ganz NRW habe es 2026 knapp 23 heiße Tage gegeben, hieß es vom DWD. Damit sei die bisherige Höchstzahl von knapp 18 heißen Tagen aus den Jahren 2022 und 2018 deutlich übertroffen worden. Nach dem langjährigen Klimamittel (1991 bis 2020) seien im Schnitt in NRW nur rund 8 heiße Tage im Jahr üblich.