Die Ostkurve des Bochumer Ruhrstadions ist ein reiner Stehplatzbereich. (Archivbild)
Die Ostkurve des Bochumer Ruhrstadions ist ein reiner Stehplatzbereich. (Archivbild) Foto: Fabian Strauch/dpa

Bochum (dpa) – Die Fans des VfL Bochum dürfen auf der Osttribüne des Ruhrstadions künftig nicht mehr gemeinsam rhythmisch hüpfen oder springen. Dies teilte der Fußball-Zweitligist nun mit. Der Grund sei aber nicht eine mangelnde Tragfähigkeit der Tribüne im Stehplatzbereich der Heimfans, sondern vielmehr könne ein «Unwohlsein-Effekt» bei Zuschauern auftreten.


Im Zuge der laufenden Umbauarbeiten des Stadions habe ein Gutachten ergeben, dass «durch gemeinsames, rhythmisches Hüpfen oder Springen, also synchronisierte Bewegungen vieler Menschen, zum sogenannten Trampolineffekt kommen kann, der einen Unwohlsein-Effekt hervorruft», so der Verein in einer Mitteilung.

Es droht die Sperrung der Ostkurve 

Die Bauaufsichtsbehörde habe daher per Ordnungsverfügung ein «Hüpfverbot» festgelegt. Dies muss der VfL Bochum umsetzen und kontrollieren. Wird die Anordnung nicht eingehalten, droht im schlimmsten Fall eine komplette Sperrung der Ostkurve für bis zu 10.000 Zuschauer.

Das Verbot zu hüpfen gilt bereits ab der kommenden Heimpartie am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) gegen Arminia Bielefeld. Dieses Verbot, darauf weist der Verein hin, «betrifft explizit beispielsweise nicht den Torjubel, sondern lediglich choreographiertes Springen.» Erst mit Abschluss der Umbauarbeiten am Ruhrstadion im Jahr 2028 soll die Einschränkung wieder aufgehoben werden. 

Magdeburg war auch schon mal betroffen

Ein ähnliches Verbot hatte es bereits 2016 beim 1. FC Magdeburg gegeben. Dort mussten wegen starker Schwingungen und drohender Schäden an der Stahlbetonkonstruktion die Fans auf der Nordtribüne auf rhythmisches Hüpfen verzichten. Das Magdeburger Stadion wurde schließlich bis 2019 umgebaut, die Konstruktion verstärkt und das Verbot wieder aufgehoben.