Die Polizei war rund um den Tatort im Großeinsatz.
Die Polizei war rund um den Tatort im Großeinsatz. Foto: Justin Brosch/dpa

Essen (dpa) – Nach der Gefangenenbefreiung in Essen hat die Polizei eine Großfahndung eingeleitet.


Was wir wissen

  • Am Mittwoch gegen 12.45 Uhr haben zwei maskierte Unbekannte in der Essener Innenstadt zwei Justizbeamte überwältigt und einen 34-jährigen Häftling befreit. Die Beamten hatten den Gefangenen aus der JVA Essen zu einer Arztpraxis am Kennedyplatz gebracht. Dort wurden sie im Hausflur überwältigt und gefesselt.
  • Der Häftling und seine beiden Helfer flüchteten anschließend in unterschiedliche Richtungen.
  • Nach dpa-Informationen kam es zu einer Rangelei, bei der ein Beamter seine Waffe zog. Sie wurde ihm aus der Hand geschlagen.
  • Laut NRW-Justizministerium saß der 34-Jährige als Verdächtiger wegen Drogendelikten und gefährlicher Körperverletzung in Untersuchungshaft.
  • Die Polizei war mit einem Großeinsatz in der gesamten Innenstadt unterwegs. Sie warnt, die Täter könnten bewaffnet sein, und bittet, verdächtige Personen nicht anzusprechen, sondern die 110 zu wählen.
  • Ein Zeuge meldete einen verdächtigen Gegenstand in der Nähe. Das Entschärfer-Team des LKA konnte Entwarnung geben: Es handelte sich um eine Handgranaten-Attrappe aus Holz.

Was wir nicht wissen

  • Wer die Täter sind und ob sie tatsächlich bewaffnet waren. Die Polizei hat eine Bewaffnung nur nicht ausgeschlossen.
  • Ob die überwältigten Beamten verletzt wurden. Dazu gab es zunächst keine Angaben.
  • Als wie gefährlich der Häftling eingestuft wird. Die Hintergründe der Untersuchungshaft sind nur in Grundzügen bekannt.
  • Ob die Handgranaten-Attrappe in einem Zusammenhang mit der Tat steht und möglicherweise bei dieser verwendet wurde, war zunächst unklar.