Am Ende reichte es für RWE und Uwe Koschinat gegen RB Leipzig nicht zur Pokalsensation.
Am Ende reichte es für RWE und Uwe Koschinat gegen RB Leipzig nicht zur Pokalsensation. Foto: Bernd Thissen/dpa

Essen (dpa) – Die Pokal-Sensation war zum Greifen nah, doch nach dem knappen Aus überwog bei Drittligist Rot-Weiss Essen neben dem Stolz auf die eigene Leistung auch die Enttäuschung. «Wir sind nicht angetreten, um nur stolz zu sein, sondern wir wollten auch erfolgreich sein. Wenn du so dicht dran bist, dann tut es eher ein bisschen weh», sagte RWE-Trainer Uwe Koschinat nach der 1:2-Niederlage in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen RB Leipzig.


Dennoch zog der 55 Jahre alte Coach ein insgesamt positives Fazit: «Wir können uns keinen Vorwurf machen.» Die Leistung seiner Mannschaft habe die Fans stolz gemacht. «Es ist schön, wenn man in die Gesichter der Menschen schaut und die Stimmung hier mitbekommt und weiß: Das hat diese RWE-Fans wieder unfassbar stolz gemacht, was wir hier auf den Platz gebracht haben», sagte Koschinat.

Trotz Pokal-Aus: RWE nimmt viel Selbstvertrauen mit

Nach einem frühen Führungstreffer von Lucas Brumme (9. Minute) durfte RWE lange auf die Überraschung hoffen. Nach dem Platzverweis gegen Leipzigs Nicolas Seiwald kurz vor der Halbzeit vergrößerte sich die Hoffnung aufs Weiterkommen. Erst in der Schlussphase schlug RB-Joker Christoph Baumgartner zweimal zu (78. und 82. Minute) und machte den Essener Traum zunichte.

«Heute war einfach mehr drin. Es hätte funktionieren können, vielleicht sogar müssen. Am Ende sieht man natürlich auch die Qualität der Spieler, die bei Leipzig eingewechselt wurden», resümierte Torschütze Brumme etwas frustriert. Für die Liga nehme Essen aus der Partie dennoch viel Selbstvertrauen mit: «Wir haben gesehen, dass wir mit jedem mithalten und jeden schlagen können. Wir sind komplett da und können gegen jeden gewinnen.»