Sie sieht kurios aus - eine Fehlkonstruktion sei die Schranke aber nicht, sagt ein KVB-Sprecher.
Sie sieht kurios aus - eine Fehlkonstruktion sei die Schranke aber nicht, sagt ein KVB-Sprecher. Foto: Benjamin Westhoff/dpa

Köln (dpa) – Sie ist weiß-rot-weiß und in etwa so lang wie ein Nudelholz: Eine Mini-Schranke hat es in Köln zu Berühmtheit gebracht. Die nur 46 Zentimeter lange Schranke hebt und senkt sich ein paar mal täglich an einem Gleisübergang im Stadtteil Weidenpesch. Bis kürzlich hatte sie sogar als «Kleinste Schranke Deutschlands» einen Eintrag bei Google Maps, wie der «Express» berichtete.


Die kurze Schranke ist keineswegs eine Fehlkonstruktion, wie Stephan Anemüller, Sprecher der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), erklärt. Die Bahngleise führen zu einem Betriebshof der KVB. Dort werden Straßenbahnen gewartet und gewaschen. 

2020 sei an der kreuzenden Straße eine Schrankenanlage aufgebaut worden – mit einer normalen Schranke auf der rechten Fahrbahnseite und der Mini-Schranke links, sagt Anemüller. «Sie dient als Platzhalter.» Geplant ist, dass sie verlängert wird. 

Eines Tages soll die Schranke ins Museum

Denn: Irgendwann in Zukunft könnte auf der bisher wenig genutzten Straße mehr Verkehr herrschen. Dort soll ein Radweg gebaut werden, weil in der Nähe ein Neubaugebiet entsteht. Wenn es soweit ist, müsse die Schrankenanlage nicht aufwendig umgerüstet werden, sondern die Mini-Schranke könne ohne größere Kosten einfach verlängert werden, erklärt Anemüller. 

Dass die kleine Schranke zur lokalen Attraktion geworden ist, nehme man bei der KVB mit Humor. «Die Schranke ist ein lustiger Hingucker, etwas zum Schmunzeln im Alltag.» Sie habe sich inzwischen zum Selfie-Hotspot entwickelt. «Wenn sie eines Tages abgebaut wird, werden wir uns darum bemühen, dass sie ins Kölner Stadtmuseum kommt», sagt der Sprecher.