
Velbert. Die Kulturloewen weisen auf die multimedial begleitete Leseperformance „Türkland“ hin, die am Samstag, 7. November, ab 19:30 Uhr im Forum Velbert zu erleben ist.
Aus der Perspektive einer Frau zwischen Deutschland und der Türkei erzählt „Türkland“ von der ewigen menschlichen Suche nach Zugehörigkeit. Die Migrationsgeschichte bildet „nur“ der Rahmen. Im Mittelpunkt steht eine viel universellere Frage: Wo liegt meine Heimat? Wer entscheidet, wohin ich gehöre?
Die rund 70-minütige multimedial begleitete Leseperformance „Türkland“ nähert sich den Themen Migration, Identität, deutsch-türkischer Geschichte und Beziehungen mit viel Humor und persönlicher Offenheit. Text, Performance und multimediale Elemente verbinden sich zu einem ebenso unterhaltsamen wie nachdenklichen Abend.
Auf der Bühne performen Dilşad Budak-Sarıoğlu und Ilgıt Uçum auf Deutsch und Türkisch, begleitet von jeweils türkischen und deutschen Übertiteln. Regie führte İrem Aydın.
Tickets gibt es unter unter www.kulturloewen.de.
Zum Hintergrund
„Türkland“ basiert auf dem autobiografischen Roman von Dilşad Budak-Sarıoğlu und erzählt die Geschichte einer Frau zwischen zwei Welten. Aufgewachsen in Velbert, kehrt Dilşad nach vielen Jahren für ihre große Liebe in die Türkei zurück – in das Land, aus dem sie als Kleinkind mit ihrer Familie geflohen ist. Zwischen Erinnerungen, Erwartungen und kulturellen Zuschreibungen beginnt eine persönliche Reise auf der Suche nach der eigenen Identität.
An ihrem Hochzeitstag blickt Dilşad auf ihr Leben als Migrantin in Deutschland und als Re-Migrantin in der Türkei zurück. Dabei begegnet sie den Widersprüchen, Verschrobenheiten und Klischees beider Kulturen – und stellt fest, dass Zugehörigkeit längst nicht so eindeutig ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

