
Düsseldorf/Dormagen (dpa) – Das Niedrigwasser zwingt Rheinfähren erneut zur Pause. Nach der Leverkusener Fähre, die nach Köln fährt, drückte nun auch der Fährbetrieb Jansen & Söhne den Stopp-Knopf. Sein Schiff ist normalerweise zwischen Düsseldorf und Dormagen unterwegs – es verbindet die Landeshauptstadt mit dem Dormagener Stadtteil Zons, dessen mittelalterlicher Kern bei Wochenend-Ausflüglern beliebt ist. «Es geht nicht mehr, es ist so wenig Wasser im Rhein, dass wir uns alles kaputt fahren würden», sagte Unternehmenschef Wolfgang Jansen der dpa.
Die Pause werde mindestens ein paar Tage dauern, deutlich steigende Pegelstände seien nicht in Sicht. Schon mehrfach hatte die Fähre in diesem Jahr pausieren müssen. Am Samstag stand der Fährbetrieb bei 69 Tagen, an denen er witterungsbedingt nicht mehr fahren konnte. Der bisherige Negativ-Höchstwert an witterungsbedingten Ausfalltagen stammt aus dem Jahr 2018, als 46 Tage pausiert wurde.
Der Jahresumsatz habe sich bislang im Vergleich zum Vorjahr halbiert, sagt Jansen. Der für die Zonser Fähre relevante Kölner Pegelstand war am Samstag um drei Zentimeter auf 65 Zentimeter gefallen. Am Montag waren noch 72 Zentimeter gemessen worden.
Andere Fähren fahren noch, aber mit Einschränkungen
Jansen ist frustriert, dass der Herbst nach dem trockenen Sommer bislang nicht die üblichen Regenfälle gebracht habe. «Normalerweise haben wir im November Allerheiligenhochwasser – jetzt haben wir Allerheiligenniedrigwasser.»
Andere Fähren am Rhein sind noch in Betrieb, aber mit Einschränkungen. So nimmt die Fähre Siebengebirge, die zwischen Bad Honnef und Rolandseck unterwegs ist, wegen des Niedrigwassers keine Lastwagen, Wohnmobile und Wohnwagen mit. Die Bislicher Fähre, deren Route Wesel und Xanten verbindet, hatte ihre Saison im Oktober vorzeitig beendet.
