Zwischen den Feldern wurden Blühstreifen angelegt, die Tieren auf Wanderschaft Schutz und Nahrung bieten. Foto: privat

Heiligenhaus. Auf Initiative der Jagdgemeinschaft Revier Heiligenhaus 3 sind entlang landwirtschaftlicher Nutzflächen neue Blüh- und Saumstreifen entstanden. Ziel der Maßnahme ist es, zusätzliche Lebensräume für Wildtiere zu schaffen und die ökologische Vernetzung in der Agrarlandschaft zu stärken.


Die angelegten Flächen fungieren als sogenannte Trittsteinbiotope und bieten Rückzugs- und Nahrungsräume etwa für Insekten, Feldvögel, Hasen und Füchse. In landwirtschaftlich oder baulich stark genutzten Landschaften übernehmen solche Strukturen eine zentrale Rolle für die Förderung der Biodiversität, indem sie getrennt lebenden Populationen den Austausch untereinander ermöglichen.

Die Umsetzung erfolgte in Kooperation mit dem Garten- und Landschaftsbaubetrieb Grün & Grau. Dessen Geschäftsführer Christian Prager, zugleich Pächter des Reviers, begleitete das Projekt fachlich und organisatorisch. Der Betrieb unterstützte die Maßnahme dabei unentgeltlich und unterstreicht damit sein Engagement für Natur- und Artenschutz.

„Mit den Blühstreifen schaffen wir gezielt neue Lebensräume und verbessern gleichzeitig die Vernetzung bestehender Biotope“, so Christian Prager. „Gerade für das Wild sind solche Rückzugsorte und Nahrungsquellen von großer Bedeutung.“

Die Einsaat erfolgte mit standortgerechten Wildblumenmischungen, die über einen langen Zeitraum hinweg Blüten und damit Nahrung für zahlreiche Insektenarten bereitstellen. Gleichzeitig dienen die Flächen als Deckung für Wildtiere.