Feuerwehrleute in Uniform vor Feuerwehrfahrzeug.
Bürgermeister Michael Beck übergab Ehrungen zu 60 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr Heiligenhaus. Foto: Feuerwehr Heiligenhaus

Heiligenhaus. Am Freitag, den 15. Dezember blickte die Feuerwehr Heiligenhaus an der Feuer- und Rettungswache, zusammen mit vielen Gästen, auf das vergangene Jahr zurück. Einsatzkräfte wurden zu besonderen Funktionen bestellt, befördert und unter anderem für 60 Jahre Dienst am Bürger geehrt.

Wenn die Feuer- und Rettungswache festlich geschmückt und viele Sitzreihen in der großen Fahrzeughalle der Feuerwache stehen, ist der letzte Dienstabend des Jahres angebrochen. Traditionell verbringt die Feuerwehr Heiligenhaus diesen besonderen Abend mit allen Angehörigen der Feuerwehr, zusammen mit Vertretern aus Rat und Verwaltung, Freunden und Wegbegleitern. Bürgermeister Michael Beck führte durch den Abend und übergab dem Leiter der Feuerwehr ein neues Einsatzfahrzeug. Der Gerätewagen, ein Mercedes Benz Sprinter Kastenwagen, dient als Transportfahrzeug für Geräte und Ausrüstung. Es ersetzt
einen Transporter aus dem Jahr 2006 mit 107.203 km, welcher seit 2008 im Einsatz der Heiligenhauser Wehr ist.

Feuerwehrleute vor neuem Einsatzfahrzeug in Heiligenhaus.
Bürgermeister Michael Beck übergab der Feuerwehr Heiligenhaus einen neuen Gerätewagen. (Foto: Feuerwehr Heiligenhaus)

Nach der Begrüßung durch den Leiter der Feuerwehr Dr. Jan Heinisch und dem Grußwort des Bürgermeisters blickte der Leiter der Feuerwehr auf Einsätze des Jahres zurück. Im Zeitraum 01. Januar bis 15. Dezember wurde die Feuerwehr Heiligenhaus zu insgesamt 357 Einsätzen alarmiert. Jan Heinisch betont: „Das ist für eine rein ehrenamtliche Wehr nicht unerheblich. Davon waren allein 52 Alarme zur Unterstützung des Rettungsdienstes und 58 Einsätze zur Türöffnung, bei denen hilflose Personen vermutet werden. Im Vergleich dazu sind 12 Einsätze von piepsenden privaten Heimrauchmeldern verursacht worden, gleich dopppelt so viele
auf Grund einer betrieblichen Brandmeldeanlage.“

Im Anschluss blickte die Jugendfeuerwehr auf ein spannendes Jahr mit vielen Veranstaltungen, Übungen, einer umfassenden Ausbildung und einer Menge Spaß zurück. Zum Ende der Rede übergab die Stadtjugendfeuerwehrwartin Daniela Vollmar symbolisch den Staffelstab an Cedric Munera-Wilms. Frau Vollmar gibt aus privaten Gründen diese Aufgabe ab, bleibt der Jugendfeuerwehr allerdings weiter treu. Nun lenkt Cedrik-Munera Wilms als Stadtjugendfeuerwehrwart die Geschicke der Jugendfeuerwehr Heiligenhaus. Für die Feuerwehr Heiligenhaus ist die eigene Jugend von großer Bedeutung, da weit mehr als die Hälfte der derzeitigen Einsatzkräfte aus der eigenen Jugend kommen.

Ein besonderer Moment war die Ehrung von Horst Kolk, Fritz Rahner, Hugo Theus und Günter Wevers, die für 60 Jahre Zugehörigkeit zur Feuerwehr geehrt wurden. Tanja Dippel, Jörg Feldmann, Torsten Groenewold, Thomas Hirsing und Thomas Wevers wurden mit dem Feuerwehr Ehrenzeichen in Gold des Landes Nordhein-Westfalen ausgezeichnet, für 35 Jahre aktiven Dienst bei der Feuerwehr. Dr. Jan Heinisch selbst wurde vom Bürgermeister zum Stadtbrandinspektor ernannt. Jörg Schuster wurde als stellvertretender Zugführer des Löschzuges 1 bestellt, zudem wurde Marco Bayer Einheitenführer der Löschgruppe 1 bestellt, Athanasios Kotios als sein Stellvertreter.

Michael Scheidtmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Heiligenhaus übergab der Feuerwehr einen Trinkwasserspender. An zentraler Stelle im Foyer der Feuer- und Rettungswache steht nun ein Wasserspender, sodass sich die Einsatzkräfte, wie auch die Jugend- und Kinderfeuerwehr zu jeder Zeit an Trinkwasser bedienen können. Die passenden Trinkflaschen gab es dazu. Im neuen Jahr können die Einsatzkräfte zudem eine neue Sportausrüstung nutzen, welcher der Förderverein des Feuerschutzes und der Jugendfeuerwehr finanziert hat. Darüberhinaus werden nun auch die Fahrzeuge des Führungsdienstes mit Notfallrucksäcken und AED’s (automatisierter externer Defibrillator) ausgestattet. Bislang verfügten nur die drei E-Pkw und die ersten beiden Löschfahrzeuge über eine solche Ausstattung. Die Einsatz-PKW sind von allen Feuerwehrfahrzeugen diejenigen, die am meisten im Stadtgebiet unterwegs sind. Sie sind damit auch unabhängig von bereits alarmierten Einsätzen die wahrscheinlichsten Erstansprechpartner, wenn es irgendwo in der Stadt plötzlich zu einem medizinischen Notfall kommt.

Die kleinsten Feuerwehrleute machten den Einsatzkräften symbolisch die größte Freude. Sie zeigten mit viel schauspielerischem Können, was bei einem hektischen Einsatz alles schief gehen kann und bedankten sich anschließend mit einem Glücksbringer für jede und jeden im Einsatzdienst. Sebst gebastelt erhielt jede Frau und jeder Mann einen Schutzengel, der vor allem bei Einsätzen stets wachsam sein soll, verbunden mit den besten Glückwünschen für das neue Jahr.

Feuerwehrveranstaltung mit Kindern in Heiligenhaus
Ein besonderer Moment: Die Kinderfeuerwehr übergibt selbst gebastelte Schutzengel an die Einsatzkräfte. Foto: Feuerwehr Heiligenhaus