
Heiligenhaus. Bei der Jahreshauptversammlung der SPD Heiligenhaus stand ein Wechsel an der Spitze des Ortsvereins im Mittelpunkt.
Die Mitglieder wählten den 37-jährigen Gesamtschullehrer Pascal Schattmann einstimmig zum neuen Vorsitzenden. Er folgt auf Joshua Vogt, der nicht erneut für das Amt kandidierte. Vogt, der weiterhin die SPD-Ratsfraktion führt, übernimmt künftig die Rolle des stellvertretenden Vorsitzenden.
Diese neue personelle Aufstellung wird von beiden Politikern ausdrücklich als gemeinsames Projekt verstanden. Durch die Trennung der Spitzenämter von Ortsverein und Fraktion soll die politische Arbeit auf mehrere Schultern verteilt werden, um eine Überlastung zu vermeiden und beide Bereiche effektiv zu stärken. Während die Fraktion die konkrete Ratsarbeit steuert, soll der Ortsverein als offener Ort für politischen Austausch und Bürgerbeteiligung fungieren.
Inhaltlich möchte Schattmann, der auch den Sozialausschuss der Stadt leitet, den Fokus auf eine transparente und bürgernahe Politik lenken. Ein besonderes Anliegen ist ihm dabei die Entlastung und verstärkte Einbindung von Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien.
Auch die weiteren Vorstandsposten wurden im Zuge der Versammlung neu besetzt beziehungsweise im Amt bestätigt. Sabine Dopatka bleibt Schriftführerin und Eckhard von Zabienski führt weiterhin die Kasse. Die Landtagskandidatin Sabrina Nüse unterstützt den Vorstand erneut als Beisitzerin.
Neu im Team sind Felicitas Straeter für die Mitgliederbetreuung und Patrick Mattukat für den Bereich Veranstaltungen, während Peter Kramer sich weiterhin um die Mitgliederzeitung kümmert.
Ein emotionaler Höhepunkt des Abends war die Verabschiedung von Ulrike Martin, die nach 50 Jahren aktiver Vorstandsarbeit nicht mehr kandidierte. Martin, die unter anderem als stellvertretende Bürgermeisterin aktiv war, übergab die Mitgliederbetreuung an die jüngere Generation. Der neue Vorstand würdigte ihr jahrzehntelanges Engagement als starkes Zeichen für Kontinuität und Erneuerung. Ganz von der politischen Bühne verabschiedet sie sich jedoch nicht: Als Vorsitzende der AG 60plus bleibt Ulrike Martin der Kommunalpolitik in Heiligenhaus auch in Zukunft erhalten.

