
Mettmann. Die Kreispolizeibehörde Mettmann hat am Dienstag, 20. Januar, einen nahezu schrottreifen Autotransporter aus dem Verkehr gezogen. 56 zum Teil gravierende Mängel wurden bei der anschließenden Untersuchung des Fahrzeug festgestellt. Am offensichtlichsten war, dass ein Rad komplett fehlte.
Gegen 11:30 Uhr fiel dem Verkehrsdienstes der Kreispolizeibehörde Mettmann auf der A3 ein Autotransporter samt Anhänger mit aufgeladenem auf. Schon auf den ersten Blick bemerkten die Polizisten, dass sich sowohl das Fahrzeug, als auch der Anhänger in einem äußerst desolaten Zustand befanden: Das Gespann war offensichtlich großflächig angerostet und zu allem Überfluss fehlte dem dreiachsigen Anhänger auch noch ein komplettes Rad. Die Polizisten leiteten das Gespann von der Autobahn auf den Rastplatz Ohligser Heide ab.

Bei dem Fahrer handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 26-Jährigen aus dem Kosovo, der angab, mit seinem Transporter durch ganz Europa unterwegs zu sein, um Autos anzukaufen und dann in der Heimat weiterzuverkaufen. Sein Transporter wies eine Laufleistung von über 400.000 Kilometern auf.
Zur weiteren Beweissicherung und Dokumentation der Mängel an dem Gespann suchten die Polizisten gemeinsam mit dem Fahrer und seinem Transporter samt Anhänger im Anschluss einen Sachverständigen auf.
Dieser stellte laut Polizei folgende Mängel fest: Die Bremsen des Anhängers waren komplett funktionslos, die Rücklichter funktionierten nicht und auch die Zugeinrichtung war erheblich beschädigt und drohte, bei laufender Fahrt abzufallen. Zudem fehlten dem Anhänger auch alle erforderlichen Schwingungsdämpfer.
Bei dem Transporter sah es nicht minder schlimm aus: Neben erheblichen Mängeln an den Bremsen funktionierte auch hier das Licht nicht ordnungsgemäß. Ferner waren tragende Fahrzeugelemente komplett durchgerostet und die Karosserie an mehreren Stellen zum Teil ganz erheblich verbogen. Dazu waren die Abgasanlage und die Kraftstoffleitung undicht.
“Dass sich der Fahrer aufgrund des defekten Gurtes darüber hinaus nicht anschnallen konnte, “rundete” die 56 Mängel umfassende Liste des Sachverständigen im negativen Sinne ab”, so die Polizei.
Am Ende der Kontrolle blieb damit nur ein Ergebnis über: Das Gespann wurde als absolut verkehrsunsicher eingestuft und direkt stillgelegt – mit der Folge, dass der 26-jährige Kosovare seine Fahrt nicht fortsetzen durfte.
“Den Fahrer erwartet außerdem ein Bußgeld in Höhe von 700 Euro sowie ein Punkt in Flensburg. Außerdem musste er das Gutachten des Sachverständigen in Höhe von rund 600 Euro bezahlen”, so die Polizei.

