Monheim am Rhein. Die Polizei ermittelt derzeit gegen Unbekannt, nachdem ein einjähriges Kleinkind am Dienstag, 21. April, auf dem Platz vor dem “Monheimer Tor” einen Giftköder gegessen haben soll.
Laut Polizei hat die Angaben einer 32-jährige Monheimerin aufgenommen. Die Frau soll sich mit ihrem ein Jahr alten Kind auf dem Ingeborg-Friebe-Platz vor dem Einkaufszentrum “Monheimer Tor” aufgehalten haben. Dort soll die Tochter rosafarbene Pellets auf dem Boden gefunden und in ihren Mund gesteckt haben.
Aufgrund des Verdachts, dass es sich bei den Pellets um Giftköder gegen Nagetiere gehandelt haben könnte, alarmierte die Mutter einen Rettungswagen, mit welchem das Mädchen in ein Krankenhaus gebracht wurde. “Hier wurde es vorsorglich und zur Beobachtung stationär aufgenommen – Lebensgefahr bestand nicht”, erklärt die Polizei.
Erst zwei Tage später wurde die Polizei durch einen Post in den Sozialen Medien auf den Vorfall aufmerksam und leitete “von Amts wegen” ein Verfahren wegen des Anfangsverdachts einer gefährlichen Körperverletzung ein.
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass es sich bei den Pellets tatsächlich um Ratten- beziehungsweise Mäusegift gehandelt hat.
Da bislang keinerlei Hinweise vorliegen, wer die Köder ausgelegt haben könnte, richtet sich das Verfahren der nun zuständigen Kriminalpolizei gegen Unbekannt. Auch die mögliche Motivlage ist noch unklar.
“Glücklicherweise konnte das Kind das Krankenhaus am Donnerstagabend (23. April 2026) wieder verlassen”, erklärt die Behörde.
Die Polizei fragt: “Wer hat in den vergangenen Tagen verdächtige Personen im Bereich der Sitzbänke vor dem ‘Monheimer Tor’ beobachtet oder weiß unter Umständen sogar, wer die Pellets dort ausgestreut hat?” Hinweise nimmt die Polizei in Monheim am Rhein jederzeit unter der Rufnummer 02173 9594-6350 entgegen.


