Die Linke im Kreistag setzt sich für das Taxigewerbe ein, das mit der preislich unregulierten Konkurrenz zu kämpfen hat. Foto: Pixabay

Kreis Mettmann. “DIE LINKE” fordert faire Arbeitsbedingungen für Taxifahrerinnen und -fahrer. Sie erhebt Vorwürfe gegen die Mitglieder im Kreistag: “Kreis lässt Taxi-Unternehmen im Regen stehen!”


Im Kreistag Mettmann hat ein Zusammenschluss von rund 40 Taxiunternehmen im Kreis Mettmann ein verbindliches Mindestbeförderungsentgelt gefordert, um “ruinöses Dumping” zu verhindern und die Existenz regionaler Betriebe sowie hunderter Fahrerinnen und Fahrer zu sichern, berichtet die Linke. Verwaltung und Mehrheit im Kreistag hätten diesen Antrag jedoch abgelehnt, allein die Linke habe sich klar hinter die Forderung positioniert.

“Wenn in einem von Schwarz-Grün-Gelb regierten Kreis 40 Taxiunternehmen um ihre Existenz kämpfen und eine Mehrheit im Kreistag trotzdem Nein sagt, dann ist das keine Wirtschaftsförderung – das ist Wegsehen”, erklärt Natalie Meisen, Sprecherin der Linken im Kreistag Mettmann. “Hier werden lokale Unternehmen und Arbeitsplätze geopfert, während Plattformkonzerne mit Dumping den Markt kaputtmachen.”

Kritik an Uber und Co.

Die Linke kritisiert zudem das Geschäftsmodell von Uber und ähnlichen Plattformen. “Fahrerinnen und Fahrer tragen oft das volle Risiko, ohne verlässliche Mindestvergütung und ohne ausreichende soziale Absicherung. Das ist moderne Ausbeutung”, so Meisen. “Arbeit muss zum Leben reichen – auch in der digitalen Ökonomie.”

Die Linke fordert ein verbindliches Mindestbeförderungsentgelt, klare Regeln für Plattformanbieter und faire Arbeitsbedingungen einschließlich sozialer Absicherung für alle Fahrerinnen und Fahrer.