Torsten Schlender ist neuer Kreisbrandmeister. Foto: Kreis Mettmann

Kreis Mettmann. Der Kreis Mettmann hat einen neuen Kreisbrandmeister: Branddirektor Torsten Schlender hat am 1. Juli die Nachfolge von Torsten Schams angetreten, der in Ruhestand gegangen ist.


Der 46-jährige Schlender kommt von der Feuerwehr Monheim und übernimmt neben der ehrenamtlichen Position als Kreisbrandmeister auch die hauptberufliche Leitung des Amtes für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst.

1997 trat Torsten Schlender der Freiwilligen Feuerwehr in Monheim bei, fünf Jahre später begann seine Ausbildung im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst. Nach verschiedenen Stationen im Brandschutz und im Rettungsdienst sowie den darauffolgenden Aufstiegen in den gehobenen und höheren feuerwehrtechnischen Dienst leitete er dort die hauptamtliche und auch die Freiwillige Feuerwehr.

Viel gelernt: “Vom Rettungsdienst über Stabsarbeit bis hin zur Bewältigung von Katastrophen”

„Ich habe in den vergangenen Jahren viel lernen dürfen, vom Rettungsdienst über Stabsarbeit bis hin zur Bewältigung von Katastrophen“, sagt der neue Kreisbrandmeister und verweist dabei auf den Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2009. Damals gehörte Schlender im Rahmen seiner Ausbildung zu den ersten Einsatzkräften vor Ort. Durch ausbildungsbedingte Hospitationen bei der Berufsfeuerwehr München, der Bezirksregierung Düsseldorf und auch der Verwaltungsakademie in Berlin sieht sich der neue „Kbm“ gut gewappnet für seine künftigen Aufgaben.

Herausforderungen: „Starkregen, Stürme, massive Hitzewellen”

In seiner neuen Funktion steht der oberste Feuerwehrmann des Kreises Mettmann vor einigen Herausforderungen: „Starkregen, Stürme, massive Hitzewellen, Angriffe auf die Infrastruktur und internationale Spannungen fordern verstärkt unsere Aufmerksamkeit. Ein wichtiger Fokus wird daher auf dem Bevölkerungsschutz liegen“, sagt Torsten Schlender.

Auch die anhaltenden Debatten um Leerfahrten und die Struktur der Leitstellen im Rettungsdienst wird er aktiv begleiten und mitgestalten. „Sehr am Herzen liegt mir die Nachwuchsförderung“, sagt er. Er möchte das Ehrenamt weiter stärken. Dafür kommt ihm entgegen, dass er bereits seit vielen Jahren im Kreisfeuerwehrverband aktiv ist und ein engmaschiges Netzwerk zwischen den Feuerwehren geknüpft hat. „Außerdem hat mein Vorgänger Torsten Schams eine wunderbare Arbeit geleistet, auf der ich nun aufbauen kann“, sagt der neue Kreisbrandmeister.