Der 51-Jährige ließ sich widerstandslos festnehmen und sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. (Symbolbild)
Der 51-Jährige ließ sich widerstandslos festnehmen und sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. (Symbolbild) Foto: David Inderlied/dpa

Bielefeld (dpa/lnw) – Im ostwestfälischen Enger bei Herford soll ein Vater seinen 18-jährigen Sohn bei einem Familienstreit mit einem Küchenmesser lebensgefährlich verletzt haben. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler soll es am Donnerstagabend in einer Wohnung zu einer familiären Streitigkeit zwischen dem 51-jährigen Vater und seiner gleichaltrigen Ehefrau gekommen sein. Dabei soll der Mann seine Frau mit einem Küchenmesser angegriffen haben. Als der Sohn versuchte, dazwischenzugehen, sei er durch Messerstiche lebensbedrohlich verletzt worden, so eine Sprecherin. 


Nach einer Notoperation habe sich seine Lage wieder stabilisiert. Er sei außer Lebensgefahr, so die Polizei. Die Frau blieb unverletzt. Die Familie hat den Angaben zufolge die ukrainische Staatsbürgerschaft und ist vor dem dortigen Krieg nach Deutschland geflohen. 

Vater stand zum Tatzeitpunkt unter Alkoholeinfluss

Eine Zeugin hatte die Rettungskräfte verständigt. Beim Eintreffen der Polizei in der Tatwohnung sei der 51-Jährige noch vor Ort gewesen und habe sich widerstandslos festnehmen lassen. Der Tatverdächtige sei zum Tatzeitpunkt alkoholisiert gewesen, so die Polizei. Er befinde sich inzwischen wegen versuchten Totschlags in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen habe er bislang keine Angaben gemacht. 

Eine Mordkommission hat die Ermittlungen zu den konkreten Tatgeschehnissen aufgenommen.