Autorin Nino Haratischwili wird in Düsseldorf geehrt. (Archivfoto)
Autorin Nino Haratischwili wird in Düsseldorf geehrt. (Archivfoto) Foto: Jennifer Brückner/dpa

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die georgisch-deutsche Schriftstellerin Nino Haratischwili erhält den mit 50.000 Euro dotierten Heine-Preis der Stadt Düsseldorf. «Ihre Bücher sind ein Appell für Freiheit und unsere demokratischen Grundwerte», teilte Oberbürgermeister Stephan Keller zur Jury-Entscheidung mit.


Die Autorin, Dramatikerin und Theaterregisseurin trete ganz im Sinne Heines leidenschaftlich für den europäischen Gedanken, Freiheit und Grundrechte der Menschen ein, urteilte die Jury. «Nino Haratischwili erinnert daran, dass Menschenrechte und demokratische Freiheit keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern immer wieder verteidigt werden müssen.»

Bedeutende Stimme der Gegenwartsliteratur

Die 43 Jahre alte Haratischwili wurde in Tiflis geboren. Die vielfach ausgezeichnete Autorin schreibt auf Deutsch und gilt als eine der bedeutendsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Ihr internationaler Durchbruch gelang mit dem Epos «Das achte Leben (Für Brilka)». 

Die Preisverleihung soll rund um Heinrich Heines 229. Geburtstag am 13. Dezember in einem Festakt stattfinden.

Den Preis hat die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt 1972 zu Ehren des gebürtigen Düsseldorfers Heinrich Heine (1797-1856) gestiftet. Zu den Preisträgern zählten unter anderem David Grossman, Carl Zuckmayer, Walter Jens, Marion Gräfin Dönhoff, Max Frisch, Wolf Biermann und Jürgen Habermas.