Die Sanierung der Bahnstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden ist für den Zeitraum vom 10. Juli bis zum 12. Dezember dieses Jahres geplant. (Symbolbild)
Die Sanierung der Bahnstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden ist für den Zeitraum vom 10. Juli bis zum 12. Dezember dieses Jahres geplant. (Symbolbild) Foto: Hannes P Albert/dpa

Wiesbaden/Bonn/Koblenz (dpa) – Es ist lange angekündigt gewesen, nun wird es ernst für Reisende auf der rechtsrheinischen Bahnstrecke: Zwischen Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden und Troisdorf in Nordrhein-Westfalen wird die Strecke vom 10. Juli an monatelang gesperrt. Bis Mitte Dezember sollen unter anderem Gleise, Weichen, Oberleitungen, Signaltechnik, Brücken, Tunnel, Bahnübergänge und Bahnhöfe grundlegend erneuert und modernisiert werden. Ziel ist es unter anderem, die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit des Bahnverkehrs zu verbessern, wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilte.


Wie können Reisende ans Ziel kommen?

Laut Bahn gibt es ein umfangreiches Programm mit Ersatzbussen auf rund einem Dutzend Linien. «Diese bedienen die entfallenden Zughalte in Bahnhofsnähe und teils weitere gut erreichbare Haltestellen», teilte das Unternehmen mit. «Durch eine zudem engere Taktung ergeben sich so viel mehr und viel häufiger Fahrtmöglichkeiten.» Expresslinien sollen für möglichst schnelle Verbindungen zwischen Wiesbaden, Rüdesheim und Koblenz sowie zwischen Koblenz, Bad Honnef, Bonn-Ramersdorf und Troisdorf sorgen. Im Schülerverkehr sind zusätzliche Fahrten geplant.

Wo finde ich die Verbindungen?

Sämtliche Ersatzverbindungen sind elektronisch etwa über bahn.de, den DB Navigator oder die regionalen Apps der Verkehrsverbünde RMV, SPNV-Nord oder Go.Rheinland abrufbar, wie die Bahn mitteilte. Unter bahn.de/ersatzverkehr-rechter-rhein wurde eine spezielle Website zum Ersatzverkehr eingerichtet. Die Ersatzfahrzeuge sind laut Deutsche Bahn barrierefrei, verfügen über WLAN sowie zum Teil über Toiletten an Bord.

Umstieg auf das Wasser

Auch Rheinfähren sind in das Ersatzverkehrskonzept eingebunden. Die Personenfähre «Nixe» quert den Fluss zwischen dem rechtsrheinischen Erpel und Remagen, wie der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV) mitteilte. Die Fähre sei eine zusätzliche Möglichkeit, Anschlüsse an das bestehende linksrheinische Verkehrsnetz zu erreichen.

Einschränkungen gibt es auch linksrheinisch

Der Güterverkehr wird nach Bahn-Angaben während der Bauphase im Wesentlichen auf die Strecke am linken Rheinufer umgeleitet. Auch dort komme es zu Einschränkungen im Nahverkehr, es bestehe aber ein stabiles Grundangebot, hieß es.

Schranken bleiben geschlossen

Während der Totalsperrung sind mehrere Bahnübergänge zwischen Wiesbaden und Lorchhausen im Rheingau zum Teil dauerhaft geschlossen, da die Stellwerke außer Betrieb sind. Achtung: Die Gleise werden von Baufahrzeugen sowie Logistikzügen befahren. Umleitungen sind vor Ort ausgeschildert. Betroffen sind folgende Bahnübergänge:

  • Wiesbaden-Biebrich, Gibber Straße (am Bahnhof), geschlossen vom 24. Juli bis 19. November
  • Wiesbaden-Schierstein, Freudenbergstraße (am Bahnhof)
  • Eltville, Wirtschaftsweg Höhe Wallufer Straße 16
  • Eltville, Kiedricher Straße
  • Erbach, Sudetenstraße/Boden
  • Oestrich, Römerstraße
  • Oestrich, Grenzstraße
  • Rüdesheim, Rheinufer Höhe Marktstraße, geschlossen außer vom 30. bis 31. Juli
  • Rüdesheim, Rheinufer Höhe Villa Sturm
  • Assmannshausen, Dreikönigstraße
  • Assmannshausen, Neugasse
  • Lorchhausen, Rheinallee/Lorcher Straße.