Monschau (dpa) – Die belgischen Behörden haben zur Bekämpfung des größten Waldbrands in der Geschichte Belgiens Einsatzkräfte aus Deutschland angefordert. Die Unterstützung sei bereits angelaufen, teilte die Städteregion Aachen mit. Die Einsatzkräfte sollen bei Küchelscheid eingesetzt werden, einem belgischen Nachbarort Monschaus, wie ein Sprecher Monschaus sagte.
Derzeit würden die für den grenzüberschreitenden Einsatz vorgesehenen Kräfte gesammelt. In Monschau selbst ist die Situation statisch: Das Feuer sei etwa 1,5 Kilometer von der deutschen Grenze und 1,8 Kilometer von deutscher Bebauung entfernt. Derzeit seien die Windverhältnisse aber günstig: Der Wind wehe von Monschau weg.
Die Stadt rechnet aktuell nicht mit einem Übergreifen der Flammen auf deutsches Gebiet, sondern warnte vor allem vor gesundheitsschädlicher Geruchsbelästigung. Rund 2.700 Hektar Fläche sind jenseits der Grenze vom größten Waldbrand in der Geschichte Belgiens betroffen. Aktuell sei in den Ortsteilen des Stadtgebietes Monschau nur geringer bis gar kein Rauch festzustellen.
In Monschau soll nicht evakuiert werden
Die erwogene Evakuierung von zwei Ortsteilen in Monschau – Mützenich und Kalterherberg – mit rund 5.000 Einwohnern war zuvor bereits als aktuell nicht erforderlich eingestuft worden. In der Nacht zu Sonntag waren Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Ortsteile aufgerufen worden, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten. Belgiens Innenminister Bernard Quintin schrieb auf der Plattform X, Teile des Brandes in Richtung Monschau seien unter Kontrolle.

