Fordert einen offeneren Umgang mit psychischen Problemen: Entertainerin Carolin Kebekus.
Fordert einen offeneren Umgang mit psychischen Problemen: Entertainerin Carolin Kebekus. Foto: Henning Kaiser/dpa

Berlin (dpa) – Carolin Kebekus (45) hat im Zusammenhang mit psychischen Problemen von eigenen Therapiererfahrungen berichtet. «Ich war damals in einer schwierigen Situation. Mein Leidensdruck war enorm», sagte die Entertainerin und Komikerin dem Magazin «Stern». Auf Anraten einer Freundin habe sie schließlich professionelle Hilfe in Anspruch genommen. «Ich war total dankbar», so Kebekus. 


Nach eigenen Angaben habe sich ihr Leben durch die Therapie deutlich verbessert. Bis heute profitiere sie von den Impulsen aus der Behandlung. Wenn es ihr heute schlecht gehe, denke sie vor allem an eine Frage ihrer Therapeutin. «Sie sagte: “Wenn diese Geschichte, die Sie mir gerade erzählt haben, Ihrer besten Freundin passiert wäre, wie würden Sie reagieren?” Seitdem bin ich weniger hart zu mir und habe immer das Gefühl, dass ich nicht allein bin – ich habe ja mich.»

Kebekus kritisiert geplante Sparmaßnahme bei Psychotherapeuten

Kebekus glaubt, dass Psychotherapie für viele Menschen immer noch ein Tabu ist. «Wenn wir ein körperliches Problem haben, dann ist es klar, dass wir damit zum Arzt gehen. Aber wenn wir jeden Tag depressiv sind oder Ängste haben, die immer wiederkommen und uns enorm belasten, dann trauen wir uns vielleicht trotzdem nicht, darüber zu sprechen und Hilfe zu suchen», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Vor diesem Hintergrund sei die geplante Absenkung der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen um 4,5 Prozent völlig kontraproduktiv. Die Versorgungslage für Kassenpatienten werde dadurch noch schlechter werden. 

Die Entertainerin greift das Thema in der nächsten Folge der «Carolin Kebekus Show» heute Abend im Ersten auf. Dort erzählen mehrere Comedians, was Psychotherapie ihnen gebracht hat und warum sie so wichtig ist.