Die Polizei hat zwei Jugendliche gefasst, die Anfang September Fahrräder von einer Brücke auf eine Autobahn geworfen haben sollen. (Symbolbild)
Die Polizei hat zwei Jugendliche gefasst, die Anfang September Fahrräder von einer Brücke auf eine Autobahn geworfen haben sollen. (Symbolbild) Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Münster (dpa/lnw) – Nach dem Wurf mehrerer Fahrräder von einer Brücke auf die Autobahn 43 im Münsterland sitzen zwei 15-Jährige wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Die beiden sollen laut Polizei und Staatsanwaltschaft in der Nacht auf den 3. September zuerst die Räder mit einem 13-Jährige gestohlen und dann bei Nottuln in Fahrtrichtung Münster auf die Autobahn geworfen haben.


Das Motiv laut den ersten Ermittlungen: Die Jugendlichen, ein Deutscher und ein Ukrainer, wollten den Wurf und den folgenden Unfall mit ihren Handys aufzeichnen. Einer der beiden hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Aufnahme im Internet veröffentlicht.

Zwei Fahrzeuge waren in der Nacht getroffen worden. Die Fahrer im Alter von 39 und 62 und eine Beifahrerin blieben unverletzt. Eine Mordkommission hatte die Ermittlungen aufgenommen und war auf die 15-Jährigen gestoßen. Ein Richter schickten die beiden am Mittwoch wegen versuchten Mordes und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in U-Haft.