Der Künstler Manzur Kargar zeigt im Kunstraum Heilig Geist in Essen antike Götter in moderner Bildsprache.
Der Künstler Manzur Kargar zeigt im Kunstraum Heilig Geist in Essen antike Götter in moderner Bildsprache. Foto: Christoph Reichwein/dpa

Essen/Berlin (dpa/lnw) – Zwölf Götter aus dem antiken Olymp – von Zeus bis Aphrodite – ausgestellt in einer einstigen Kirche wenige Schritte vom Welterbe Zollverein entfernt: Der Berliner Maler Manzur Kargar stellt im Kunstraum Heilig Geist in Essen unter dem Motto «Olymp» von Sonntag an großformatige Ölgemälde aus. 


Sie verbinden klassische Motive wie die liegende Frau als Schönheitsgöttin mit moderner Hochglanzästhetik und intensiven Farben. Ausstellungsort ist die denkmalgeschützte, 2020 geschlossene ehemalige Heiliggeistkirche im Essener Norden mit ihrem fast 13 Meter hohen Hauptschiff – eine ungewöhnliche architektonische Kulisse. Die Kirche wird seit einem Jahr als Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst genutzt. 

Weltenlenker Zeus mit Fernbedienung

Zeus, der Göttervater und Weltenlenker, hält auf einem Bild eine moderne Fernbedienung in der Hand. Dem Meeresgott Poseidon hat der deutsch-afghanische Künstler neben dem klassischen Dreizack eine Taucherbrille aufgesetzt. Die Frau des Zeus, Hera, erscheint als Domina in Schwarz.

Die 2 mal 2,50 Meter großen Bilder stehen auch zum Verkauf für Preise zwischen 20.000 und 25.000 Euro pro Bild, wie Ausstellungskurator Jürgen Kalthoff sagte. Nach der Ausstellung in Essen sind weitere Ausstellungen geplant – Vorgespräche liefen für eine Schau in Luxemburg.