Köln (dpa) – Der ehemalige «Hobbythek»-Moderator Jean Pütz blickt weit über seinen anstehenden 90. Geburtstag hinaus. «Ich will ja jetzt auch noch 100 werden», sagte der ehemalige WDR-Journalist der Deutschen Presse-Agentur. «Deswegen mache ich weiter und mische mich auch ein. Insbesondere in die Technologiepolitik», kündigte er an. Pütz äußert sich unter anderem auf seinem Facebook-Kanal noch regelmäßig zum Zeitgeschehen. 90 Jahre alt wird er am Montag (21. September).
Der in Köln geborene Sohn eines Deutschen und einer Luxemburgerin wurde vor allem durch die WDR-Sendung «Hobbythek» bekannt, die er in den 1970er Jahren erfand und rund 30 Jahre lang moderierte. Als einer der ersten bereitete Pütz Wissenschaftsthemen im Fernsehen unterhaltsam auf. «Ich habe dem öffentlich-rechtlichen WDR viel zu verdanken», erklärte Pütz.
Zuletzt hatte die «Hobbythek»-Ikone durchaus gesundheitliche Rückschläge, lässt sich davon aber nicht entmutigen. Nach eigenen Angaben hat Pütz eine neue Herzklappe bekommen, zudem machen ihm die Augen zu schaffen. Lesen und schreiben könne er nicht mehr, er müsse alles diktieren, sagte er. «Aber: Man darf nicht aufgeben!», sagte Pütz. Damit könne man wunderbar leben. «Und das Leben macht auch noch Spaß.» Das Schicksal habe es gut mit ihm gemeint.
Ein Grab auf dem berühmten Melatenfriedhof in Köln hat er sich nach eigenen Angaben allerdings schon reservieren lassen. Es handle sich um «eine Gruft, in die außer uns noch 18 Zeitgenossen hineinpassen», so Pütz. «Meine Familie und gute Freunde sind herzlich willkommen. Allerdings erst dann, wenn sie in die ewigen Jagdgründe gewandert sind.»

