Köln (dpa) – Nach dem 1:0-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg hat Kölns Trainer Lukas Kwasniok die Spielqualität mit Humor genommen. «Wir sind Aufsteiger. Ich weiß, dass man gerne auch jedes Spiel guten Fußball sehen will. Wenn ich heute TV-Zuschauer gewesen wäre, dann hätte ich wahrscheinlich eher ausgemacht. Aber ich bin Trainer dieser Mannschaft und das macht mich heute extrem stolz», sagte der 44-Jährige nach drei wichtigen Punkten zum Auftakt des 20. Spieltags in der Fußball-Bundesliga.
Beim Pay-TV-Sender Sky betonte der Coach nach Abpfiff auch mit Blick auf die derzeit laufende Handball-EM und den Finaleinzug des deutschen Teams nach dem Sieg gegen Kroatien: «Wenn man ein Zuschauer am TV ist, kriegst du natürlich mit einem kampfbetonten Spiel jetzt die Kinder nicht unbedingt zum Fußballspielen, sondern die haben vielleicht vorher Handball geschaut und dann gehen sie eher zum Handball, aber darum geht es ja jetzt im Moment nicht.»
Top-Teams als kommende Gegner
In den ersten 45 Minuten dominierte Köln die Gäste aus Niedersachsen, tat sich in der zweiten Hälfte aber deutlich schwerer und hatte Glück, nicht noch den Ausgleich kassiert zu haben. Kwasniok hob nach dem sechsten Saisonsieg Keeper Marvin Schwäbe und die kämpferische Defensivleistung hervor. «Es freut mich für die Mannschaft, aber auch für Marvin, dass die Null heute gestanden ist.»
Mit Blick auf die kommenden Aufgaben – mit Leipzig, Stuttgart und Hoffenheim warten Top-Teams auf die Rheinländer – fügte Kwasniok hinzu: «Nach Leverkusen habe ich gesagt, dass man zehn Siege braucht. Wir sind auf einem guten Weg, aber es wird kein Selbstläufer. Vier Siege aus den nächsten vierzehn Spielen sind hart – aber mit einem Schluck Wasser kannst du auch hartes Brot verdauen.»

