BVB-Trainer Niko Kovac kritisiert die Länderspielpause als zu lang. (Archivbild)
BVB-Trainer Niko Kovac kritisiert die Länderspielpause als zu lang. (Archivbild) Foto: Bernd Thissen/dpa

Dortmund (dpa) – Niko Kovac hat die lange Länderspielpause und die damit verbundene hohe Belastung für die Spieler kritisiert. «Diese vier Spiele waren für mich definitiv zu viel. Die Pause war zu lang», sagte der Trainer von Borussia Dortmund am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Heimspiel am Freitagabend (20.30 Uhr/Sky) gegen Werder Bremen. Es ist das erste Liga-Spiel nach drei Wochen Pause.


«Wenn man vier Spiele spielen muss, sind es viele Reisen und die Kader sind relativ klein. Deutschland hat es jetzt anders gemacht, aber alle anderen haben es schon so gemacht, dass sie nur eine begrenzte Anzahl an Spielern hatten. Das heißt, unsere Spieler waren viel unterwegs», sagte Kovac. Und das bekomme der Tabellenführer unmittelbar zu spüren.

Erkältet, verspätet und auch angeschlagen

Der Grieche Konstantinos Karetsas und der Schwede Daniel Svensson kehrten erkältet von ihren Länderspieleinsätzen zurück, der Algerier Ramy Bensebaini war am Mittwoch noch auf der Rückreise aus Afrika und Mathis Albert kommt er erst am Donnerstag aus den USA zurück. Dazu ist der dänische Außenverteidiger Julian Ryerson nach einem Zusammenprall angeschlagen und auch bei Nico Schlotterbeck ist noch offen, ob er gegen Bremen spielen kann.

Der deutsche Nationalspieler hatte sich vor einer Woche im Training mit der DFB-Auswahl am Sprunggelenk verletzt. Beim BVB trainierte der 26 Jahre alte Abwehrspieler danach bislang nur individuell. Erst am Donnerstag soll er ins Mannschaftstraining zurückkehren, «dann schauen wir, ob er gegen Bremen einsatzbereit ist», sagte Kovač.

Verständnis für die Verbands-Kollegen 

Bei der Kritik an der langen Länderspielpause geht es Kovac aber «nicht nur um Kranke und Verletzte, sondern wir haben auch zweieinhalb Wochen gar keinen Rhythmus.» Zum Saisonstart war der Rhythmus mit vier Siegen aus vier Spielen «richtig gut. Da müssen wir jetzt erst einmal wieder hinkommen», sagte Kovac.

Der 54-Jährige, der selbst einst die kroatische Nationalmannschaft betreute, zeigte aber auch Verständnis für seine Trainerkollegen bei den Nationalteams. «Du hast natürlich eine Verpflichtung, erfolgreich zu sein. Deshalb lassen sie verständlicherweise ihre besten Spieler häufig über die volle Distanz spielen», sagte Kovac. Doch er betonte auch: «Die Pause war trotzdem viel zu lang.»