Der BVB-Coach fordert von seinem Team mehr Einsatz. (Archivbild)
Der BVB-Coach fordert von seinem Team mehr Einsatz. (Archivbild) Foto: Tom Weller/dpa

Dortmund (dpa) – BVB-Trainer Niko Kovac fordert nach der Champions-League-Enttäuschung bei Tottenham Hotspur von seinem Team einen Mentalitätswandel. Beim 0:2 bei den Spurs am Dienstag nach ganz mieser ersten Halbzeit habe man gesehen, was passiert, wenn man keine Zweikämpfe gewinne und zu wenig laufe. Damit sieht sich Kovac mit seinem Fokus auf physisches Spiel bestätigt. 


«Erst dann kommt der Fußball», sagte Kovac, dem zuletzt vorgeworfen wurde, bei Borussia Dortmund zu wenig Wert auf spielerische Elemente zu legen. «Wir haben in Tottenham gesehen, dass es andersherum nicht funktioniert.»

Kovac weist zu viel Kritik zurück

Gerade beim nächsten Bundesliga-Gegner 1. FC Union Berlin am Samstag (18.30 Uhr/Sky) könne sein Team nur erfolgreich sein, wenn es sich robust dem Spiel der Köpenicker stelle. «Das wird von der ersten bis zur letzten Minute ein Kampfspiel werden. Das ist das, was Union Berlin richtig gut kann», mahnte Kovac. «Wir müssen dieses Spiel annehmen.»

Gleichwohl wies der BVB-Coach zu viel Kritik nach dem Rückschlag in London zurück. «Wir reden über ein Spiel jetzt. Ich weiß, dass die Jungs das können. Das haben sie bewiesen», sagte der 54-Jährige, der in den vergangenen Tagen Unterstützung von Unions-Trainer Steffen Baumgart bekommen hatte. Der kann die latente Kritik an der Spielweise des BVB angesichts von Dortmunds Platz zwei in der Tabelle nicht nachvollziehen. 

«Ich finde das vonseiten Steffens sehr nett», meinte Fußballlehrer Kovac. «Er weiß schon, dass wir einen guten Job machen. Ich weiß aber auch, dass wir noch einiges zu verbessern haben. Ich bin mit gewissen Situationen auch nicht ganz zufrieden. Wir dürfen aber auch nicht alles infrage stellen.»