NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) fordert vom Bund, den weiteren Ausbau der Fahrrinne zu finanzieren.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) fordert vom Bund, den weiteren Ausbau der Fahrrinne zu finanzieren. Foto: Christoph Reichwein/dpa

Düsseldorf (dpa) – Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) will das Thema Niedrigwasser bei der nächsten Verkehrsministerkonferenz auf die Tagesordnung setzen. «Es sieht alles danach aus, dass sich die Lage für die Rhein-Schifffahrt verschärft. Auch an der Donau ist die Situation schwierig», sagte Krischer der Deutschen Presse-Agentur. «Wir brauchen kurzfristig eine nationale Taskforce für Maßnahmen, um die Transportlage zu verbessern.»


Deshalb müsse die Niedrigwasser-Situation an den großen Flüssen Thema auf der Sonder-Verkehrsministerkonferenz sein, forderte Krischer. Eigentlich soll es bei der für Donnerstag geplanten Videoschalte um Bahn-Trassenpreise gehen.

Krischer fordert vom Bund Geld für Fahrrinnen-Ausbau

«Mittelfristig müssen längst vereinbarte Projekte endlich auf den Weg gebracht werden», sagte Krischer. So müsse der Bund das Geld für den weiteren Ausbau der Fahrrinne zwischen Duisburg und Köln bereitstellen. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung könne den baureifen zweiten Abschnitt zwischen Krefeld und Düsseldorf nicht umsetzen, weil die Bundesregierung 2025 die Mittel dafür gestrichen habe.

«Wir erwarten, dass der Bund die Mittel kurzfristig zur Verfügung stellt, damit gebaut und weiter geplant werden kann.» Der Bund müsse seiner Verantwortung für die Bundeswasserstraße Rhein gerecht werden, sagte Krischer. 

Der Ausbau der Fahrrinne soll den Rhein auch bei Niedrigwasser besser schiffbar machen. Nach Angaben des Ministeriums sollen dafür unter anderem an einzelnen Stellen große Steine entfernt werden, die in die Fahrrinne ragen. Dadurch könnten Schiffe bei niedrigem Wasserstand mit größerer Ladung fahren, ohne auf Grund zu laufen.

Maßnahmen zwischen Duisburg und Krefeld sind umgesetzt

Auf dem ersten Bauabschnitt zwischen Duisburg und Krefeld seien die Arbeiten bereits umgesetzt worden. Die Maßnahmen für den dritten Abschnitt zwischen Düsseldorf und Köln seien noch in Planung.

«Der Rhein war immer die Lebensader unserer Industrie», sagte NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne). «Jetzt muss er auch zu einem Symbol dafür werden, wie wir unseren Industriestandort an den Klimawandel anpassen: pragmatisch, technologieoffen und im Einklang mit der Natur.»