Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (63, SPD) hat keine Zeit fürs Fitnessstudio und hält sich daher mit Liegestützen und Kniebeugen fit. (Archivbild)
Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (63, SPD) hat keine Zeit fürs Fitnessstudio und hält sich daher mit Liegestützen und Kniebeugen fit. (Archivbild) Foto: Soeren Stache/dpa

Köln/Berlin (dpa) – Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hält sich nach eigenen Worten mit Liegestützen und Kniebeugen fit. Er betreibe nur sehr wenig Kraftsport, sagte der 63-jährige SPD-Bundestagsabgeordnete dem Nachrichtenmagazin «Spiegel». Er habe keine Zeit, dreimal pro Woche ins Fitnessstudio zu gehen.


Lauterbach sagte weiter, er mache stattdessen das, was der Kölner Sportwissenschaftler Ingo Froböse empfehle: «Ich konzentriere mich auf einfache Bewegungen. Ich mache Kniebeugen und Liegestütze, seitliches Beinheben, Ausfallschritte und Crunches, früher nannte man das Klappmesser. Damit trainieren Sie alle großen Muskelgruppen und brauchen keine Geräte», sagte er dem Magazin. 

Lauterbach: Kraftsport hat im Alter sehr große Bedeutung

Lauterbach betonte aber die Bedeutung von Kraftsport. «Die Studienlage hat sich verändert», sagte er. «Über die Jahre hat sich gezeigt, dass der Kraftsport im Alter eine sehr große Bedeutung hat, um die Mobilität zu erhalten.»

Im Alter gebe es zwei Risikofaktoren, die dazu führten, dass jemand immobil werde und ein erhöhtes Pflegerisiko habe: «Das sind der Abbau von Muskelmasse und Knochenschwund.» Kraftsport schütze zudem vor Demenz und Diabetes und habe positive Auswirkungen auf die Psyche. «Man sollte aber nicht Kraft- gegen Ausdauersport ausspielen. Die Kombination von beidem hat den größten Effekt», so Lauterbach.