Bonn (dpa/lnw) – Das Erzbistum Köln ist nicht mehr das mitgliederstärkste katholische Bistum in Deutschland. Nach einer von der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn veröffentlichten Statistik für 2024 ist das Bistum Münster jetzt auf Platz 1 vorgerückt, weil es weniger schnell schrumpft. Das Erzbistum Köln von Kardinal Rainer Maria Woelki hat der Statistik zufolge nun noch 1,627 Millionen Mitglieder, Münster kommt auf 1,630 Millionen.
Die Zahl der Katholiken in Nordrhein-Westfalen sank im vergangenen Jahr von 5,9 auf knapp 5,8 Millionen. Die Zahl der Kirchenaustritte war geringer als im Vorjahr: 86.946 Katholiken kehrten ihrer Kirche den Rücken, 2023 waren es noch 115.431.
Auch bei der Evangelischen Kirche im Rheinland setzte sich der Mitgliederschwund fort. Ende 2024 hatte die zweitgrößte evangelische Landeskirche in Deutschland nach vorläufigen Angaben gut 2,12 Millionen Mitglieder. Im Jahr davor waren es mit rund 2,19 Millionen noch etwa 70.000 Mitglieder mehr. Die Zahl der Kirchenaustritte sank um etwa 5.000 von gut 47.200 auf rund 42.200 im Jahr 2024. (2023: 47.234; 2022: 44.551)
Bei der Evangelischen Kirche von Westfalen reduzierte sich die Mitgliederzahl nach vorläufigen Erhebungen 2024 um etwa drei Prozent auf 1,88 Millionen. 2023 hatte die westfälische Kirche noch 1,94 Millionen Mitglieder. Die Zahl der Austritte ging um acht Prozent von knapp 33.700 auf 31.000 zurück.
Der Präses der rheinischen Kirche, Thorsten Latzel, sagte: «Wir müssen Kirche grundlegend verwandeln. Das ist unsere aktuelle Aufgabe in der wechselreichen Geschichte unserer Kirche.»