Der Prozess fand am Landgericht in Düsseldorf statt. (Archivbild)
Der Prozess fand am Landgericht in Düsseldorf statt. (Archivbild) Foto: Oliver Berg/dpa

Düsseldorf (dpa/lnw) – Ein 17-Jähriger ist wegen Totschlags an seiner Mutter zu sieben Jahren Jugendhaft verurteilt worden. Der zur Tatzeit 16-jährige Ukrainer hatte die 49-Jährige an Silvester in ihrer Wohnung im Düsseldorfer Stadtteil Rath zunächst gewürgt und sie anschließend bewusstlos in eine mit Wasser gefüllte Badewanne gelegt, wie aus dem Prozess am Landgericht Düsseldorf hervorging. Die fünffache Mutter erlag zwei Tage später im Krankenhaus ihren Verletzungen.


Zeugen hatten demnach am Tattag eine gewaltsame Auseinandersetzung in dem Mehrfamilienhaus beobachtet und die Polizei gerufen. Die Beamten nahmen den Jugendlichen daraufhin im Rahmen eines Großeinsatzes fest. Da das Verfahren aus Gründen des Jugendschutzes unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, machte das Gericht keine Angaben zu den Hintergründen oder dem Motiv der Tat.

Im Prozess spielten auch Nachrichten des Vaters an den Sohn eine Rolle. In einer Mitteilung soll der Vater geschrieben haben, dass es ihm leidtue, dass die Kinder bald ohne Eltern sein werden.

Ob das Urteil bereits rechtskräftig ist, ließ das Gericht mit Verweis auf den Jugendschutz offen. Auch zu den genauen Strafanträgen der Staatsanwaltschaft, der Nebenklage und der Verteidigung wurden keine Angaben gemacht.