
Kirchhundem (dpa/lnw) – Nach dem Unfall beim Einbau einer 330 Tonnen schweren Eisenbahnbrücke im Sauerland ist der Bahnverkehr zwischen Siegen und Hagen noch mindestens zwei Wochen lang unterbrochen. Auf der Strecke sollen zunächst bis zum 27. September Ersatzbusse fahren, teilte die Bahn mit.
Allerdings ist noch unklar, wie es mit dem havarierten Brückenteil weitergeht. Der tonnenschwere Koloss müsse nun wieder angehoben werden, damit man ihn neu vermessen und auf Beschädigungen untersuchen könne, teilte die Bahn mit. Allein diese Vermessung werde nach Einschätzung von Fachleuten etwa zwei Wochen dauern, sagte ein Bahnsprecher.
330 Tonnen schwere Brücke sackt ab
Die Brücke auf der Ruhr-Sieg-Strecke in der Nähe von Kirchhundem sollte vor knapp einer Woche in ihre endgültige Lage geschoben werden. Doch bei dem Manöver sackte das 330 Tonnen schwere Bauteil ab. «Wie es zu dem Unfall kommen konnte, werden wir jetzt gemeinsam mit den beteiligten Baufirmen gründlich analysieren», sagte ein Bahn-Sprecher. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand.
Die Ruhr-Sieg-Strecke ist zentral für den Personen- und Güterverkehr zwischen Ruhrgebiet, Sauerland und Siegerland und wird zwischen Hagen und Siegen an mehreren Stellen bis Jahresende aufwendig saniert.
Reisende müssen Ersatzbusse nutzen
Der Streckenabschnitt zwischen Letmathe und Welschen Ennest bleibe deshalb noch bis mindestens 27. September gesperrt, teilte die Bahn mit. Der Regionalexpress 34 zwischen Dortmund und Siegen fällt in dieser Zeit komplett aus. Züge der Regionalbahn-Linie 91 (Siegen-Hagen) fahren zwar, auf dem gesperrten Abschnitt müssen Reisende aber auf Ersatzbusse umsteigen.
Wer direkt von Siegen nach Hagen möchte, kann in einen Schnellbus steigen, der ohne Zwischenhalt über die Autobahn fährt.
Wie genau es nach dem 27. September weitergeht, ist laut Bahn noch unklar. Die Bauarbeiten auf der Ruhr-Sieg-Strecke sollen aber ohnehin noch bis kurz vor Weihnachten weitergehen – mit weiteren Einschränkungen für Pendler und Güterzüge auf der Strecke.
