
Winterberg (dpa) – Den Denkzettel mit Platz drei im kleinen Schlitten korrigierte Francesco Friedrich umgehend mit dem Sieg im Viererbob. Beim Heimweltcup in Winterberg raste der viermalige Olympiasieger aus Pirna in seinem insgesamt 100. Weltcuprennen zum Sieg in der Königsklasse und verwies Dauerrivale Johannes Lochner mit winzigen zwei Hundertstelsekunden Vorsprung auf Rang zwei. Adam Ammour komplettierte den deutschen Dreifacherfolg dank Start- und Lauf-Bestzeit im zweiten Durchgang mit seinem dritten Podium in dieser Saison im großen Schlitten.
«Ein krasses Rennen, ein cooles Rennen. Der Vierer ist eine ganz andere Nummer, im Zweier haben wir noch Nachholbedarf, da ist Hansi gerade richtig gut», sagte Friedrich im ZDF, der grinsend immer wieder seinen Zeigefinger in die Kameras hielt. Im Zweierbob war er hinter Sieger Lochner und Ammour nur Dritter geworden. Lochner konnte mit Platz zwei im Viererbob leben: «So machen die Rennen richtig Spaß, seit zehn Jahren haben wir solche Duelle auf Augenhöhe, das macht den Sport so interessant», sagte der Berchtesgadener.
Doppelsiegerin Laura Nolte
Bei den Frauen startete Laura Nolte mit gleich zwei Weltcupsiegen ins Olympia-Jahr. Auf ihrer Heimbahn raste sie mit einem furiosen Finallauf im Zweierbob oben aufs Treppchen, nachdem sie 24 Stunden vorher auch im Monobob gewonnen hatte. Mit Anschieberin Deborah Levi schaffte sie ihren vierten Sieg im fünften Rennen und fing die nach Durchgang eins in Führung liegende Lisa Buckwitz, die mit Kira Lipperheide fuhr, noch ab. «Wir wussten nach dem ersten Lauf, dass wir noch gewinnen können. Wir wollten unbedingt vor unserer Familie und unseren Freunden hier gewinnen», sagte Nolte.
Kim Kalicki musste im zweiten Lauf die Anschieberin wechseln, da sich Talea Prepens am Beuger verletzte. Für sie sprang Leonie Fiebig ein. Mit Platz drei sorgte das Duo für den insgesamt zweiten deutschen Dreifacherfolg in dieser Saison.
