
Düsseldorf (dpa) – Die nordrhein-westfälische Landesregierung stellt rund eine Milliarde Euro für den Sport im bevölkerungsreichsten Bundesland bereit. Die Mittel sollten für die Modernisierung, Sanierung und den Neubau von Sportstätten und Schwimmbädern gegeben werden, sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) vor Journalisten.
Je 200 Millionen Euro sollen für Sportstätten, Schwimmbäder und Sportvereine fließen. Diese Mittel aus dem milliardenhohen NRW-Investitionsplan für Infrastruktur stehen direkt zum Abruf bereit. Hinzu kämen 375 Millionen Euro aus der sogenannten Sportpauschale, die über fünf Jahre gestreckt werden, sowie weitere 20 Millionen für herausragende Sportstätten.
Das Geld soll zusätzlich zur Sportmilliarde des Bundes fließen, betonte Wüst. Im vergangenen September hatte die Bundesregierung eine sogenannte Sportmilliarde zur «Sanierung kommunaler Sportstätten» angekündigt.
NRW will Signal für Olympia-Bewerbung setzen
Mit der «NRW-Sportmilliarde» setze das Land ein konkretes Signal zu Beginn der Kampagne für ein Ja der Bürger zu Olympischen und Paralympischen Spielen, sagte Wüst. Kein anderes Land investiere in den nächsten Jahren mehr, breiter und nachhaltiger in den Sport. Das Geld fließe nicht in teure Werbung für Olympia, sondern direkt in den Sport.
NRW möchte ebenso wie München, Berlin und Hamburg als deutscher Kandidat für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ins Rennen gehen. Voraussetzung wäre ein «Ja» bei den geplanten Bürgerentscheiden in allen beteiligten Kommunen. Die Entscheide sind komplett als Briefwahlen geplant. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will bis Herbst 2026 entscheiden, welcher deutsche Bewerber gegen die internationale Konkurrenz ins Rennen geht.
NRW biete die «spektakulärsten, kompaktesten und nachhaltigsten Spiele» an, warb Wüst. 14 Millionen Tickets könnten verkauft werden. «Das können die größten Spiele aller Zeiten werden», sagte Wüst. Er sei sich sicher, es werde ein «klares Ja» zu den Spielen in NRW geben.
