Vor etwas mehr als zwei Jahren hatte es bei dem Säureangriff vor einem Café in der Innenstadt mehrere Verletzte gegeben. (Archivbild)
Vor etwas mehr als zwei Jahren hatte es bei dem Säureangriff vor einem Café in der Innenstadt mehrere Verletzte gegeben. (Archivbild) Foto: Justin Brosch/dpa

Bochum (dpa/lnw) – Zwei Jahre nach einem schwerwiegenden Säureangriff vor einem Bochumer Café fahndet die Polizei öffentlich nach dem mutmaßlichen Anstifter der Tat. Der 41-jährige Mann stehe im Verdacht, den späteren Täter beauftragt zu haben, eine dritte Person auch Rache zu entstellen, heißt es im Fahndungsportal der nordrhein-westfälischen Polizei. Dort ist auch ein Foto des Verdächtigen veröffentlicht. Er gehöre dem kriminellen Rockermilieu an, sagte ein Polizeisprecher. Wo er sich aufhalte, sei unbekannt.


Am 30. Juni 2024 hatte ein damals 43-jähriger Deutscher einen 30-jährigen Gast vor dem Café mit hochkonzentrierter Schwefelsäure übergossen. Er erlitt schwerste Verletzungen. Auch weitere Gäste und Einsatzkräfte wurden verletzt, weil sie Kontakt mit der Säure hatten. Einsatzkräfte nahmen den Angreifer unmittelbar nach der Tat fest, nachdem Zeugen ihn verfolgt hatten. Er nahm sich später in der Untersuchungshaft das Leben.

Säureangriff sollte anderer Person gelten

Im Zuge der Ermittlungen hatte sich der Verdacht erhärtet, dass der Angriff eigentlich einer anderen Person gegolten hatte. Auch nach dem Tod des Täters und der Verurteilung eines Mittäters, der diesen zum Tatort gebracht hatte, seien die Ermittlungen weitergegangen, so die Polizei. Sie hätten schließlich ins kriminelle Rockermilieu und zu dem nun tatverdächtigen mutmaßlichen Auftraggeber geführt. Der Deutsche werde per Haftbefehl gesucht.