Köln (dpa/lnw) – Vor dem Kölner Landgericht hat am Dienstag der Prozess um eine tödliche Messerattacke in Pulheim begonnen. Drei Männer im Alter von 21 bis 29 Jahren müssen sich wegen Totschlags verantworten. Ihnen und einem 34-Jährigen wirft die Staatsanwaltschaft außerdem gemeinschaftliche Körperverletzung vor.
Laut Anklage trafen sich die vier Männer in einer Aprilnacht auf dem Parkplatz des Pulheimer Stadtgartens mit späteren Kontrahenten. Ein 25- und ein 29-Jähriger hätten Messer bei sich gehabt, weil sie eine körperliche Auseinandersetzung erwartet hätten. Der 25-Jährige sei mit gezücktem Messer auf einen Mann zugegangen. Dieser habe mit einer Kölsch-Flasche zugeschlagen und den Angeklagten, der das Messer offen geführt habe, an Kopf und Hals verletzt.
Daraufhin sei ein 34-Jähriger zwischen die Streitenden getreten, um sie zu trennen. Der 25-Jährige habe ihm zweimal wuchtig in den Rücken und die Brust gestochen, «um ihn zu töten», sagte der Staatsanwalt bei der Anklageverlesung. Das Opfer starb kurze Zeit später im Rettungswagen unter anderem an einem durchbohrten Herzbeutel.
Anschließend sollen die vier Angeklagten den Freund des Getöteten mit Schlägen, einem Messer und einem Baseballschläger schwer verletzt haben. Er konnte nach notfallmedizinischer Behandlung gerettet werden und tritt als Nebenkläger auf. Die Angeklagten wollen sich im Laufe des Prozesses zu den Vorwürfen äußern. Bis Mitte Dezember sind acht weitere Verhandlungstage angesetzt.

