Köln (dpa/lnw) – Das Antikriegs-Bündnis «Rheinmetall entwaffnen» demonstriert am Nachmittag (14.00 Uhr) in der Kölner Innenstadt. Angemeldet sind 500 bis 800 Teilnehmer. Zuerst soll es eine Kundgebung auf dem Heumarkt geben, dann ziehen die Demonstranten zur Konrad-Adenauer-Kaserne im Stadtteil Rodenkirchen. Blockade-Aktionen seien nicht geplant, sagte Jonah Fischer von «Rheinmetall entwaffnen». «Geplant ist eine antimilitärische Parade mit künstlerischem Ausdruck. Kreative Protestformen sind vorgesehen.» Parallel dazu zieht auch das «Kölner Friedensforum» unter dem Motto «Frieden schaffen – Aufrüstung stoppen» durch die Stadt, dafür sind 400 Teilnehmer angemeldet.
Nach Angaben der Polizei sind am Samstag in Köln insgesamt 1.600 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz, dies allerdings auch zum Schutz des Feuerwerk-Events «Kölner Lichter» am Abend.
Aktionen der Kriegsgegner laufen schon seit Mittwoch
Am Mittwoch hatte «Rheinmetall entwaffnen» vor einem Kölner Gebäude der Bundeswehr demonstriert. Etwa 70 Personen positionierten sich in einer Sitzblockade vor einem Zufahrtstor. Am Donnerstag demonstrierte das Bündnis in Meerbusch, dem Wohnort von Rheinmetall-Chef Armin Papperger. Die etwa 230 Demonstranten zogen in die Nähe seines Privathauses, begleitet von einem großen Aufgebot der Polizei. Fischer sagte, das seit Mittwoch laufende Antikriegs-Camp im Kölner Grüngürtel sei von der Bevölkerung sehr gut angenommen worden. Der Zuspruch sei insgesamt viel größer als erwartet.