Ministerpräsident Schnieder (l-r, alle CDU), OB Blettner und Minister Schnieder eröffneten Anfang Juli die Ludwigshafener Hochstraße Süd. (Archivbild)
Ministerpräsident Schnieder (l-r, alle CDU), OB Blettner und Minister Schnieder eröffneten Anfang Juli die Ludwigshafener Hochstraße Süd. (Archivbild) Foto: Uwe Anspach/dpa

Ludwigshafen (dpa/lrs) – Trotz der geplanten Entlassung von Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) rechnet Ludwigshafen bei seinen überregional wichtigen Verkehrsprojekten mit weiterer Unterstützung vom Bund. Im Mittelpunkt stehen der Ersatz der maroden Hochstraßen sowie der Ausbau der Helmut-Kohl-Allee. Sie ist Voraussetzung für die Entwicklung eines neuen innerstädtischen Gebiets. Die zweitgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz setzt darauf, dass die Vorhaben unabhängig vom Personalwechsel vorangetrieben werden.


Dank an Patrick Schnieder

«Der Bund weiß um die Bedeutung einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur für die Stadt Ludwigshafen als wichtigem Industriestandort und für die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar», teilte Oberbürgermeister Klaus Blettner (CDU) der Deutschen Presse-Agentur mit. In den vergangenen Jahren habe sich der Bund als verlässlicher Partner erwiesen.

«Mein Dank hierfür gilt auch Patrick Schnieder», betonte Blettner. Schnieders designierter Nachfolger Steffen Bilger (CDU) kenne ebenfalls die Bedeutung. «Insofern bin ich zuversichtlich und gehe davon aus, dass sich an der Unterstützung und der vertrauensvollen Zusammenarbeit nichts ändert.»

Beim Festakt noch gute Stimmung

Schnieder war erst Anfang Juli bei der Wiedereröffnung der modernisierten Hochstraße Süd in Ludwigshafen zu Gast, die für Pendler und Unternehmer in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg große Bedeutung hat. Auch sein Bruder, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU), war zu dem Festakt gekommen.

In seiner Rede meinte Blettner damals noch, die Stadt setze bei ihren Projekten weiter auf den Bundesverkehrsminister und den Ministerpräsidenten – und ergänzte launig: «Mit den Schnieder Brothers in Bund und Land haben wir künftig gleich zwei starke Ansprechpartner.» Ein «Schnieder Brother» geht nun aus dem Amt. Für Ludwigshafen zählt nach eigener Darstellung vor allem, dass die Unterstützung des Bundes für die teuren Verkehrsprojekte bestehen bleibt.