Bochum (dpa/lnw) – Der nordrhein-westfälische SPD-Fraktionschef Jochen Ott hat auch von der Bundesregierung mehr Anstrengungen in der Bildungspolitik verlangt. Immer mehr junge Leute würden in die sozialen Sicherungssysteme abgeschoben, rund 2,7 Millionen Menschen zwischen 18 und 25 Jahren seien ohne Schulabschluss. Das sagte der Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im April 2027 bei einer Tagung der Ruhr-SPD in Bochum mit Bundesparteichef Lars Klingbeil. Berlin müsse eine Bildungsreform anschieben. Bildung sei «Schicksalsfrage für unser Land».
Sollte die SPD die aktuelle schwarz-grüne Regierung im kommenden Jahr ablösen, werde er auch die Kommunen finanziell stärken. Dass nur sieben Kommunen in NRW einen ausgeglichenen Haushalt hätten und viele kaum noch handlungsfähig sein, nannte der Politiker ein «akutes Demokratiedefizit». In der Debatte um mehr bezahlbaren Wohnraum sagte Ott, Unternehmen, die Wohnungen verkommen lassen, müssten strenger in die Pflicht genommen werden.

