
Düsseldorf/Dinslaken (dpa/lnw) – Auf dem Weg zum Unterricht sind in Dinslaken drei zwölfjährige Jungen auf Fahrrädern von einem Auto angefahren worden. Zwei von ihnen starben. Ein besonders folgenschwerer Fall eines Wegeunfalls. Die Statistik der Unfallkasse NRW zeigt: Auch insgesamt legt die Zahl der Schulwegeunfälle seit der Corona-Zeit tendenziell wieder deutlich zu.
Die Schulwegeunfälle haben nach einem deutlichen Rückgang während der Pandemie mittlerweile fast wieder das Niveau vor Corona erreicht. Auf dem Weg von oder zur Schule, der Kita und der Hochschule haben sich 2025 landesweit insgesamt 24.191 Unfälle ereignet. Dabei kam es zu 5 tödlichen Unfällen. Das geht aus unveröffentlichten Daten der Unfallkasse NRW hervor.
In den Corona-Jahren 2020 und 2021 mit Einschränkung im Schulbetrieb lagen die Zahlen deutlich unter der Marke von 20.000 Schulwegeunfällen. Im Jahr 2022 waren es mit 23.157 Fällen wieder deutlich mehr. Im Jahr 2023 gab es einen weiteren leichten Anstieg und 2024 einen leichten Rückgang. Vor Corona wurden 25.497 Wegeunfälle im Jahr 2018 und 26.139 Fälle 2019 verzeichnet.
Mehrere tödliche Unfälle in der Vergangenheit
Obwohl im Jahr 2021 die Zahl der Schulwegeunfälle in NRW am niedrigsten war, waren damals sieben tödliche Unfälle zu beklagen. Das sind mehr tödliche Schulwegeunfälle gewesen als in den Jahren zuvor und danach. Im Jahr 2022 verlief ein Wegeunfall tödlich. In den anderen Jahren waren es mehrere pro Jahr. Zahlen für die ersten Monate 2026 liegen der Unfallkasse NRW nicht vor.
Die Schulwegeunfälle umfassen auch Wegeunfälle von Kita-Kindern und Studenten. Neben Verkehrsunfällen fließen auch weitere Verletzungen von Kindern und Jugendlichen auf dem Weg in die Statistik der Unfallkasse ein.
Initiative für Sicherheit setzt Aktionen fort
Jeder Schulwegeunfall ist einer zu viel – darauf weist die landesweite Initiative «#sicherimStraßenverkehr» immer wieder hin. «Deshalb muss unser Ziel sein, wir machen die Schulwege so sicher es geht, rüsten die Kinder aus so gut es geht und bereiten sie so gut es geht auf Gefahren im Straßenverkehr vor», sagt Mitinitiator Markus Szech. Die Initiative setze ihre Sicherheitsaktionen fort.
Es gehe darum, alle Verkehrsteilnehmer für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren, unterstrich Szech. Dazu gehörten Autofahrer und Fahrer von Lkws. So gebe es vor Schulen Geschwindigkeitsmessungen. Schulkinder wiesen bei Aktionen mit der Polizei in der Vergangenheit Fahrer auf ein Fehlverhalten hin oder bedankten sich auch für vorbildliches Verhalten.
