
Hattingen (dpa) – Nach den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin mahnt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu Stabilität. Es komme jetzt darauf an, «dass wir mit den Wahlergebnissen so umgehen, dass wir dennoch stabile Regierungen zustande kriegen und dass dieses Land gestaltungsfähig bleibt und nach vorne in die Zukunft schaut und nicht in die Vergangenheit», sagte Steinmeier bei einem Besuch im nordrhein-westfälischen Hattingen. Gefragt danach, was sein Rat in schwierigen politischen Zeiten sei, antwortete der Bundespräsident, dass es wichtig sei, die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen. «Wir dürfen uns vor allen Dingen von der Angst nicht lähmen lassen.»
Aktuell ist das Staatsoberhaupt drei Tage lang in Hattingen im Ruhrgebiet zu Gast und führt von dort seine Amtsgeschäfte. Mit dem Besuchformat «Ortszeit Deutschland» will der Bundespräsident abseits der Metropolen mit den Menschen ins Gespräch kommen und sich Zeit für den Austausch auf Augenhöhe nehmen. Auf dem Programm stehen neben Gesprächen mit Kommunalpolitikern und Unternehmern unter anderem ein gemeinsames Kochen mit Jugendlichen, ein Kneipenquiz und eine Ausfahrt auf der Ruhr mit dem örtlichen Ruderverein.
