Die 13- und 14-Jährigen hatten sich in einem Waldstück verirrt und waren bei Temperaturen um den Gefrierpunkt orientierungslos. (Symbolbild)
Die 13- und 14-Jährigen hatten sich in einem Waldstück verirrt und waren bei Temperaturen um den Gefrierpunkt orientierungslos. (Symbolbild) Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Krefeld (dpa/lnw) – Zwei Teenager haben sich im Dunkeln und bei Minusgraden in einem Waldstück bei Krefeld verirrt – und sind nach einem Notruf von der Feuerwehr dank eines Tricks unverletzt gefunden worden. Die beiden 13- und 14-Jährigen hatten am frühen Samstagabend den Notruf gewählt und gemeldet, sie hätten sich in einem Waldstück am Kapuzinerberg verirrt und seien bei Temperaturen um den Gefrierpunkt orientierungslos, wie die Feuerwehr mitteilte.


Demnach scheiterten aufgrund des schlechten Mobilfunkempfangs zunächst alle technischen Ortungsversuche der Leitstelle. Auch die Telefonverbindung sei instabil, der Smartphone-Akku der Jugendlichen nahezu leer gewesen. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst suchten daraufhin ein weitläufiges Gebiet ab.

Koordinaten über Kompass-App

Dem Leitstellendisponenten gelang es schließlich, eine der Anruferinnen anzuleiten, über die Kompass-App des Smartphones GPS-Daten abzurufen. Die Koordinaten seien dann an den Einsatzleiter übermittelt worden. Rund eine halbe Stunde nach Eingang des Notrufs wurden die Mädchen gefunden.

Nach einer Untersuchung durch den Rettungsdienst konnten die Teenager unverletzt an ihre Eltern übergeben werden. Insgesamt waren 18 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr und des Rettungsdienstes im Einsatz.