Auf das Taxi wurden mehrere Schüsse abgegeben - vor allem auf die Beifahrerseite. (Archivbild)
Auf das Taxi wurden mehrere Schüsse abgegeben - vor allem auf die Beifahrerseite. (Archivbild) Foto: Henning Kaiser/dpa

Düsseldorf (dpa) – Zehn Tage nach dem Anschlag auf den Neffen eines Drogenbosses in Düsseldorf sitzt ein Verdächtiger in Untersuchungshaft. Der 37-Jährige habe von der Mordkommission ermittelt und festgenommen werden können, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Er habe die türkische Staatsbürgerschaft. Der Ort der Festnahme wurde nicht genannt. Was den Verdächtigen belastet und wie der ermittelt werden konnte, blieb ebenfalls ungenannt.


Am 30. Dezember hatten mehrere Kugeln den 40-jährigen als Fahrgast in einem Taxi in Düsseldorf getroffen und lebensgefährlich verletzt. Die Windschutzscheibe des Taxis wurde von zehn Kugeln durchlöchert. Das Opfer hat wie der Verdächtige die türkische Staatsangehörigkeit und ist inzwischen außer Lebensgefahr.

Tatort Hauptverkehrsstraße

Bei dem 40-Jährigen handelt es sich um den Neffen eines bekannten Drogenbosses, der in den Niederlanden seit vielen Jahren im Gefängnis sitzt. Die Tat hatte sich in Düsseldorf auf einer Hauptverkehrsstraße ereignet. Die Ermittler hatten damals von zwei Tätern berichtet.

Die Spurensicherung stieß am Tatort auf zahlreiche Patronenhülsen. Im Taxi sollen sich außer dem Fahrer und dem Opfer noch weitere Personen befunden haben, die aber unverletzt blieben.

Der Lage der Patronenhülsen zufolge dürften der oder die Schützen im Bereich von Straßenbahnschienen mitten auf der Fahrbahn gestanden haben. Der Tatort liegt am Düsseldorfer Hofgarten im Stadtteil Pempelfort.