Debatte um Vergesellschaftung belastet Vonovia und Co.
Debatte um Vergesellschaftung belastet Vonovia und Co. Foto: Annette Riedl/dpa

Berlin (dpa) – Nach der Berlin-Wahl stehen Immobilienwerte an der Börse weiter unter Druck. Für die Vonovia-Aktie ging es am Dienstag zwischenzeitlich mit 17,06 Euro auf das niedrigste Niveau seit Sommer 2023 abwärts. Der Verlust im laufenden Jahr liegt inzwischen bei gut 30 Prozent. Belastend wirkt der Anstieg der Zinsen. Zudem lässt der Wahlsieg der Linken in Berlin das Thema Vergesellschaftung von Wohnungsbeständen wieder deutlich hochkochen.


Die Linke will in der Hauptstadt einen erfolgreichen Volksentscheid aus dem Jahr 2021 umsetzen. Er sieht vor, Bestände von mehr als 3.000 Wohnungen je Unternehmen gegen Entschädigung zu enteignen. Das beträfe nach Schätzungen rund 240.000 Wohnungen in Berlin. Der Dax-Konzern Vonovia besitzt in der Stadt zusammen mit der Tochtergesellschaft Deutsche Wohnen gut 130.000 Wohnungen.

Auch die Börsenwerte anderer Immobilienunternehmen stehen unter Druck. Im Minus lagen am Dienstag etwa die Notierungen der MDax-Unternehmen Aroundtown, LEG Immobilien und TAG Immobilien.