Max Meyer wechselt zu Rot-Weiß Oberhausen in die Regioanlliga West. (Archivbild)
Max Meyer wechselt zu Rot-Weiß Oberhausen in die Regioanlliga West. (Archivbild) Foto: Ina Fassbender/dpa

Oberhausen (dpa) – Einst von seinem Berater als «Weltklassespieler» gefeiert, jetzt in der Regionalliga bei Rot-Weiß Oberhausen: Der Ex-Schalker Max Meyer ist nach fünf glücklosen Jahren im Ausland zurück in Deutschland. Beim Verein seiner Jugend will der 30-Jährige auch seine Zukunft gestalten. «Darüber hinaus möchte ich mich beim Verein für die Chance bedanken, die Ausbildung zum Jugendtrainer zu absolvieren und gleichzeitig mehr Zeit mit meiner Familie verbringen zu können», sagte Meyer.


Viertligist Oberhausen zeigte ein Foto von Meyers Unterschrift unter einen Zweijahresvertrag auf der Website, feierte es als Transfer-Coup. Im Hintergrund sind nahezu leere Ikea-Regale und ein größerer Pokal zu sehen.

Dass es für Meyer mit nur 30 Jahren in der Regionalliga West weitergeht, hätte dessen früherer Berater Roger Wittmann wohl kaum für möglich gehalten. Vor seinem Abgang vom FC Schalke 04 im Sommer 2018 war ein öffentlicher Streit rund um die Vertragsverlängerung des Mittelfeldspielers entfacht.

Nie bei einem Spitzenclub

Nach gescheiterten Verhandlungen zwischen Wittmann und Schalkes damaligem Sportvorstand Christian Heidel hatte der damals 22-Jährige dem Verein aus Gelsenkirchen Mobbing vorgeworfen und war daraufhin suspendiert worden. Heidel erzählte öffentlich, dass Wittmann seinen Klienten in den Gehaltsverhandlungen einen «Weltklassespieler» genannt hatte, der bei jedem europäischen Spitzenclub unterkommen könne und sehr wahrscheinlich mit zur WM nach Russland fahre.

Auf die Äußerungen des Schalker Sportvorstands entgegnete Wittmann öffentlich, dass er «glaube, dass Christian Heidel Weltklasse gar nicht beurteilen kann.» Zur WM nach Russland ging es für den zentralen Mittelfeldspieler dann jedenfalls nicht. Auch bei einem europäischen Spitzenclub kam Meyer in seinen fünf Auslandsstationen bei Crystal Palace, Fenerbahce Istanbul, FC Midtjylland, FC Luzern und zuletzt APOEL Nikosia nicht unter.