Die Bahn streicht ab Samstag vereinzelte ICE-Haltepunkte in Düsseldorf und im Ruhrgebiet. Die Kunden müssen auf die Nachbarorte ausweichen. (Archivbild)
Die Bahn streicht ab Samstag vereinzelte ICE-Haltepunkte in Düsseldorf und im Ruhrgebiet. Die Kunden müssen auf die Nachbarorte ausweichen. (Archivbild) Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Deutsche Bahn streicht ab Samstag in Nordrhein-Westfalen vereinzelte Haltepunkte im Fernverkehr, um das Schienennetz zu entlasten und die Verbindungen verlässlicher zu machen. Betroffen sind Düsseldorf und die Ruhrgebietsstädte Duisburg, Essen, Bochum und Hamm. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.


Ein Sprecher der Bahn betont, dass nur vier Prozent aller ICE-Halte von vorübergehenden Streichungen betroffen seien. «Nordrhein-Westfalen verfügt über ein sehr dichtes Bahnnetz, das besonders stark ausgelastet ist. Gleichzeitig gibt es in NRW einen großen Sanierungsstau in der Infrastruktur, der zu vielen, auch kurzfristigen Baustellen führt. Hinzu kommen zahlreiche Baumaßnahmen im gesamten Bundesgebiet, die sich ebenfalls auf den Betrieb in Nordrhein-Westfalen auswirken», so die Bahn.

«Mit dem dichten Alternativangebot im Nahverkehr oder anderen Fernverkehrszügen gelangen die Fahrgäste weiterhin schnell zum nächsten Bahnhof, wo sie in die gewünschte Verbindung umsteigen können. Wichtig auch: Es fällt kein Fernverkehrszug aus», sagte der Sprecher.

In dieser Woche schließt die Bahn die fünfmonatige Generalsanierung der Strecke zwischen Köln, über Wuppertal nach Hagen ab. Dafür starten Bauarbeiten südlich von Bonn in Richtung Wiesbaden.

 

Die Ausfälle im Einzelnen: Bochum

Im Zweistunden-Takt fährt ein ICE von Dortmund nach München. Der Halt in Bochum entfällt. Reisende müssen nach Essen ausweichen.

Düsseldorf:

Von den weit über 100 täglichen ICE-Halten in Düsseldorf streicht die Bahn einzelne Verbindungen zwischen Aachen/Köln und Berlin. Betroffen sind Züge, die laut Bahn ab Oktober wegen neuer Baustellen ohnehin nur zwischen Köln und Hannover fahren können.

Duisburg:

Alle zwei Stunden verbindet bislang ein ICE Nordrhein-Westfalen über Bonn/Koblenz in Richtung Nürnberg. Der Halt in Duisburg entfällt ab Samstag. Das gilt auch für die ICE-Direktzüge in Richtung Rügen und Sylt. Touristen müssen nach Essen ausweichen und durch den Umstieg auf den Regionalverkehr mit etwa 15 Minuten längerer Reisezeit rechnen.

Essen:

Wie in Duisburg fällt auch in Essen der alle zwei Stunden fahrende ICE über Bonn/Koblenz in Richtung Nürnberg aus. Bahnkunden aus Essen müssen für dieses Ziel bis Düsseldorf auf den Regionalverkehr oder andere Züge im Fernverkehr ausweichen.

Hamm:

Hamm ist auf der vielbefahrenen Verbindung zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin weiterhin mit zahlreichen Zügen im Fernverkehr zu erreichen. Ab Samstag fällt aber der Halt der zweistündlichen IC-Linie von Stuttgart nach Dresden aus. Bahnkunden müssen entweder nach Dortmund oder Gütersloh ausweichen. Die Fahrtzeit verlängert sich um rund 20 bis 30 Minuten.