Hendrik Wüst und Manuela Schwesig bei einem Termin.
Hendrik Wüst und Manuela Schwesig bei einem Termin. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Berlin (dpa) – Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat zwei Tage vor der deutschen Olympia-Entscheidung inhaltlich gegen den einzigen Widersacher München gestichelt. Die Bewerbung von Köln-Rhein-Ruhr sende «ein klares Zeichen für das vereinigte Deutschland. Es ist die einzige Bewerbung, die Standorte in Ost und West zusammenbringt», sagte der Politiker in Berlin.


Wüst trat mit Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) auf. Er wolle ein Fest «für das gesamte Deutschland», sagte der Ministerpräsident weiter. Während sich München für den Segelstandort Kiel entschied, kooperiert Köln-Rhein-Ruhr mit Warnemünde. Beide Bewerber hatten ihren Segelstandort erst in dieser Woche offen kommuniziert.

Schwesig wirbt für Köln-Rhein-Ruhr

«Ich finde, dass wir nicht einfach Olympische Spiele von 1972 wiederholen sollten. Wir sollten das Deutschland von heute zeigen – wiedervereinigt, stark und modern», sagte Schwesig. Sie hob das «Ost-West-Konzept» des Partners hervor. Nach dem Ausstieg von Berlin geht es am Samstag bei der außerordentlichen DOSB-Mitgliederversammlung in Baden-Baden nur noch um das Duell zwischen München und Köln-Rhein-Ruhr.

Neben Warnemünde (Segeln) hat der Bewerber aus dem Westen zudem den Kanupark Markkleeberg aus Sachsen unter seinen geplanten Wettkampfstätten. München wählte hier das geografisch nahe Augsburg.

München, 1972 schon einmal Ausrichter der Sommerspiele, geht als Favorit in die Abstimmung, bei der insgesamt 42 olympische Verbände, zehn DOSB-Präsidiumsmitglieder und acht persönliche Mitglieder votieren dürfen. Die Verbände haben jeweils drei Stimmen und dürfen diese nicht splitten.