Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Zahl der Arbeitslosen in Nordrhein-Westfalen ist im Mai im Vergleich zum April um gut 12.000 auf knapp 781.000 Menschen gesunken. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 7,8 Prozent zurück, wie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit in Düsseldorf mitteilte.
Vor einem Jahr gab es nur etwas mehr Arbeitslose, die Quote lag ebenfalls bei 7,8 Prozent. Zuletzt hatte die Arbeitslosigkeit in NRW im September 2022 unter dem Wert des Vorjahres gelegen. Die Bundesagentur griff für die Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 12. Mai vorlag.
«Gegen den Trend der vergangenen Monate hat sich die angespannte Lage am NRW-Arbeitsmarkt im Mai etwas gelöst», sagte der Geschäftsführer der Regionaldirektion NRW, Dirk Strangfeld. Dies sei eine erfreuliche Nachricht. Das sei aber noch kein Signal für eine nachhaltige Erholung oder gar eine Trendwende am Arbeitsmarkt.
Arbeitsagentur-Chef: Entwicklung hängt am «seidenen Faden»
Die positive Entwicklung hänge weiterhin an einem seidenen Faden, betonte er. «Denn eines ist nach dem Auf und Ab der vergangenen Monate klar: Was in der Weltpolitik und am Weltmarkt geschieht, schlägt sich mittlerweile unmittelbar bis auf die Personalentscheidungen in den Unternehmen durch», so der Arbeitsmarktexperte weiter.
Profitiert hätten vor allem junge Menschen mit einer abgeschlossenen Ausbildung. «Mit Blick auf die Jugendarbeitslosigkeit sehen wir deutlich, wie begehrt junge Menschen mit einer abgeschlossenen Ausbildung sind», so Strangfeld. So sei die Arbeitslosigkeit junger Menschen im Mai um 2,5 Prozent zurückgegangen und damit wieder einmal deutlich stärker als die allgemeine. Vorwiegend kämen diejenigen in Arbeit, die über eine abgeschlossene Ausbildung verfügten. «Hier sank die Arbeitslosigkeit um 6,8 Prozent.»
10,4 Prozent Arbeitslosigkeit im Ruhrgebiet
In allen sechs NRW-Arbeitsmarktregionen sei im Mai die Arbeitslosigkeit gesunken. Die niedrigste Quote gab es im Münsterland mit 4,8 Prozent. In Südwestfalen waren es 6,3 Prozent, in Ostwestfalen-Lippe 6,4 Prozent, im Rheinland 7,5 Prozent und im Bergischen Land 7,7 Prozent. Im Ruhrgebiet lag die Arbeitslosenquote bei 10,4 Prozent.

